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Klein Labenz Streit um drei Meter Badesteg

Von Rdiger Rump | 16.06.2016, 05:00 Uhr

Die Untere Naturschutzbehörde Nordwestmecklenburgs fordert im Klein Labenzer Feriendorf „Warnabi“ den Rückbau wegen Schilf – genehmigt aber auf der anderen Seite des Stegs einen 30 Meter breiten Kahlschlag.

Axel Willsch hat mit Jens Buhse vor vier Jahren das 35 000 Quadratmeter große ehemalige LTA-Gelände aus einer Insolvenz gekauft. Sieben Wohnungen sind vermietet, und es gibt zehn Ferienwohnungen. Jetzt wird erweitert, 15 Wohnungen sollen es werden und 14 Zimmer als Landpension. Hier ist auch der Wirtschaftsteil fürs Feriendorf gedacht. Die Baugenehmigung liegt seit kurzem vor.

Westlich vom Steg könnten indes 30 Meter vollständig von Bewuchs frei gehalten werden für Badestelle und Bootsliegeplätze. Den Platz für Letztere überließ Willsch einem Biotop, nahm in dem Bereich auch nicht alles Schilf weg.

Auf SVZ-Anfrage beim Landkreis hält Mathias Diederich, Beigeordneter und 1. Stellvertreter der Landrätin, entgegen, für den linken Seitensteg konnte keine nachträgliche Genehmigung erteilt werden, weil dieser den angrenzenden Schilfgürtel beeinträchtige. „Für einen solchen Eingriff in ein gesetzlich geschütztes Biotop hat der Landkreis kein Ermessen.“ Der dürfe auch nicht durch ein Biotop an anderer Stelle ausgeglichen werden. „Insofern war die Naturschutzbehörde gesetzlich verpflichtet, einen Rückbau anzuordnen“, so Diederich.