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schwerin Solaranlage auf Dach der Feuerwache

Von Benjamin Piel; | 16.12.2010, 01:57 Uhr

Die Stadtwerke Schwerin wollen verstärkt auf regenerative Energien setzen.

Einen Beitrag zu diesem Ziel leistet die gestern offiziell eingeweihte Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Schweriner Hauptfeuerwache in der Graf-Yorck-Straße. Sie ist mit 304 Quadratmetern die bisher größte im Stadtgebiet. Jährlich werden die Solarzellen 39 600 Kilowattstunden ökologischen Strom erzeugen, der ins Netz eingespeist wird. Eine Menge, mit der elf Haushalte versorgt werden können und die jährlich 33 600 Kilogramm CO2 einspart. Die Kosten für die Anlage liegen bei 128 000 Euro.

Auch wenn Schwerin nicht als Vor reiter auf dem Gebiet der Solarenergie gelten kann - in anderen Städten gibt es Anlagen dieser Größe bereits seit Jahren -, glauben die Betreiber an einen Schritt in die richtige Richtung. "Die Stadtwerke Schwerin sehen ihre Aufgabe darin, eine zukunftsfähige Energieversorgung für Schwerin zu realisieren", sagte Volker Hachmann, Bereichsleiter Technik der Stadtwerke Schwerin. Dies bedeute, einerseits Energie so effizient wie möglich zu nutzen und andererseits regenerative Energieformen zu erschließen, so Hachmann, der die Anlage auch geplant hat.

Das Zentrale Gebäudemanagement Schwerin (ZGM) vermietet die Dachfläche an die Schweriner Stadtwerke. Dadurch leiste die Stadt einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz, so Hachmann. Überhaupt sei die Zusammenarbeit zwischen ZGM und den Stadt werken ein großer Schritt für eine regionale Kooperation. "Es ist gar nicht so einfach, geeignete Dachflächen zu finden", sagte Wilfried Berteit, Energiewirtschaftler der ZGM. Die Wahl einer Fläche hänge von vielen Faktoren ab, etwa von der Statik, von Denkmalschutz anforderungen und vor allem der Sonneneinstrahlung, so Berteit. Gerne hätte das ZGM eine größere Fläche vermietet. Doch der Schlauchturm werfe einen Schatten, deshalb komme dieser Teil des Daches für eine Solaranlage nicht in Frage.

Gebaut hat die Anlage die Lübecker Firma Balticsolar. Deren Geschäftsführer Andreas Höchst freute sich über ein Jubiläum: "Es ist die 1200. Anlage, die wir errichtet haben."

Die Polykristallin-Zellen auf dem Dach der Wache arbeiten bereits seit November. Die Neigung des nach Süden hin ausgerichteten Daches beträgt drei Grad. Ständer erhöhen die Neigung auf 15 Grad, um eine optimale Sonneneinstrahlung zu erzielen.