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Feuerwehr Sternberg Neues Feuerwehrmann-Quartett

Von Roland Gttler | 11.12.2017, 21:00 Uhr

Jahreshauptversammlung der Sternberger Stützpunkt-Wehr. 2017 gab es bisher 43 Einsätze, darunter waren 30 Hilfeleistungen

Die Freiwillige Feuerwehr „Hans Hamann“ Sternberg, die in der Seenlandregion als Stützpunktwehr fungiert, hat bei den Aktiven wieder eine Vier vor der Null. Auf der Jahreshauptversammlung am Samstagabend wurden Maik Ave sowie Niclas Wolf und Kevin Martens jeweils einstimmig als neue Mitglieder aufgenommen. Somit zählen die „Hamänner“ jetzt 40 Aktive, wobei Wolf und Martens aus der Jugendwehr nachrückten. Zusammen mit Maximilian Lantow wurde das Trio im Anschluss von Wehrführer Eckardt Meyer von Feuerwehranwärtern zu Feuerwehrmännern befördert.

Und noch zwei Personalien gab es: Der langjährige Gerätewart, Oberbrandmeister Horst Reimers, wurde mit Erreichung der vorgeschriebenen Altersgrenze von 67 Jahren nach fast 50-jährigem aktiven Dienst von seinem Posten offiziell entbunden und vom Wehrführer zum Ehren-Oberbrandmeister ernannt. Reimers’ Nachfolger als Gerätewart ist Marcus Rischewski, seit 2002 in der Wehr und bisher als Maschinist tätig. Bis zur nächsten regulären Wahl des gesamten Vorstandes fungiert Rischewski kommissarisch.

Trotz der 40 Aktiven - hinzu kommen 33 in der Ehrenabteilung und 25 in der Jugendwehr (darunter vier Mädchen) - verkündete Wehrführer Meyer in seinem Bericht: „Wir brauchen Nachwuchs. Nicht nur von der Jugendfeuerwehr, sondern auch neue Seiteneinsteiger.“ Vor allem würden Spezialisten wie Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und Truppführer benötigt. Aber auch Männer und Frauen, die im Hintergrund agieren und der „kämpfenden Truppe“, so Meyer, „den Rücken frei halten“, seien herzlich willkommen. Die Feuerwehr müsse sich breiter aufstellen.

Wie dramatisch die Lage im Ernstfall sei, bewies der Garagenbrand Mitte Oktober in Dabel mit einem Toten. „Es waren nur zwei Atemschutzgeräteträger vor Ort und die waren von uns. Nicht mal Dabel hatte einen vor Ort. Dies zeigt wieder, in welcher Situation sich unserer Feuerwehren befinden“, so Eckardt Meyer.

Bei der Alarmübung am 16. November im Sternberger Rathaus seien nur neun Mann zusammen gekommen, über die Gründe müsse ernsthaft nachgedacht werden.

Insgesamt wurden die Sternberger Blauröcke 2017 zu 43 Einsätzen gerufen (Stand 9. 12.), darunter waren gleich 30 Hilfeleistungen.