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Sternberg Neue Ideen für den Amtsausscheid

Von KFRI | 16.12.2017, 05:05 Uhr

Amtswehrführer Olaf Schröder zu den Plänen für den Wettbewerb der freiwilligen Feuerwehren und der Jugendwehren des Amtes SSL.

Die Vorbereitungen für den Amtsausscheid der freiwilligen Feuerwehren des Amtes Sternberger Seenlandschaft (SSL) am 21. April 2018 in Kukuk laufen und es wird einige Neuerungen geben. Das kündigte Amtswehrführer Olaf Schröder bei einem Gespräch mit der SVZ an. Die wichtigste: der „Löschangriff nass“ wird wieder mit in die Wertung aufgenommen. Seit zwei Jahren war im Gegensatz zu vielen anderen Amts-Wettbewerben die „Staffel im Löschangriff“ die wichtigste Disziplin im Wettkampf des Amtsbereiches SSL. Der „Löschangriff nass“ konnte freiwillig absolviert werden und um diese Entscheidung gab es immer wieder heiße Diskussionen. Nun gehören beide Disziplinen zum Wettbewerb 2018.

Bei der „Staffel im Löschangriff“ nutzt jede Wehr wie im Ernstfall das eigene Fahrzeug samt Gerätschaft. Dabei geht es um die klassische Ausbildung eines Feuerwehrmanns und nicht vorrangig um Schnelligkeit, darum, alles richtig zu machen. Erst wenn sechs Minuten überschritten werden, gilt das als Fehler. „Bei einem Einsatz nachts um drei muss jeder Handgriff sitzen und deshalb wollen wir, dass der Wettbewerb vom eigenen Fahrzeug aus stattfindet.“

Der „Löschangriff nass“ sei eher die sportliche Variante“, meint Olaf Schröder. Die zusätzliche Wiederaufnahme in den Wettkampf des Amtsausscheides habe auch mit der Kreisgebietsreform zu tun und der daraus resultierenden größeren Anzahl der teilnehmenden Wehren, die diese traditionelle Wettbewerbsdisziplin trainieren.

Neben den beiden genannten Disziplinen werden auch wieder Erste Hilfe, der Fragenkomplex und das Binden von Feuerwehrknoten im Wettbewerb des Amtsausscheides SSL gewertet. In letzterer Disziplin gibt es ebenfalls eine Neuerung. „Bisher haben wird die Zeit für das Binden der Knoten gewertet. Jetzt soll derjenige Sieger sein, der alle richtig bindet, pro falschem Knoten gibt es zehn Strafsekunden“, so der Amtsfeuerwehrwart. „Welche fünf Knoten gebunden werden müssen, losen wir vorher aus. Wir wollen, dass die Kameraden alle können und nicht nur den Rettungsknoten.“ Die wichtigsten fünf Knoten im Dienstalltag seien der Mastwurf, der Zimmermannsstich, der Palsteg, der doppelte Ankerstich und eben der Rettungsknoten. „Den benutzt man z. B., wenn man eine Person abseilen muss“, erklärt Olaf Schröder, der auch noch Bürgermeister von Kobrow und Amtsvorsteher ist.

Wie schon in den beiden vergangenen Jahren wird der Amtsausscheid zusammen mit dem der Jugendwehren ausgetragen. „Damit wollen wir ein Zeichen setzen und uns nicht mehr so militärisch darstellen“, erläutert Schröder. Außerdem würden Gespräche mit der Polizei und dem DRK laufen, ob diese sich mit Sicherheitstrainings-Angeboten an diesem Tag beteiligen. „Wir wollen den Zuschauern mehr als nur den Wettbewerb bieten, dieser Tag soll ein Event werden.“

Natürlich sei so ein Tag auch eine Herausforderung für die Wehren, gerade durch die gleichzeitige Austragung des Wettbewerbs für Amts- und Jugendfeuerwehren, weiß Olaf Schröder. „Unser Amtsjugendwart René Pfalzgraf ist zum Beispiel gleichzeitig Wehrführer in Hohen Pritz.“Und damit auch noch Gastgeber des Amtsausscheides. „Aber wir halten hier in der Region sehr gut zusammen. Dass ich so gute Leute habe wie den Pfalzgraf, dass motiviert.“ 2017 sei ein ruhiges Jahr für die Amtsfeuerwehren gewesen und gerade dann sei es wichtig, die Kameraden weiterhin bei der Stange zu halten. „Denn es ist nicht die Frage ob, sondern nur, wann es das nächste Mal brennt!“