Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Jesendorf Müllproblem an Autobahnabfahrt

Von KEMA | 10.04.2017, 21:26 Uhr

Vorm Wiederbeschleunigen werden die Reste noch schnell aus dem Fenster geworfen. Große Aufräumaktion in Gemeinde Jesendorf.

Es war mal wieder soweit, die Gemeinde Jesendorf wollte es wissen: Wird ihr über den Landkreis Nordwestmecklenburg georderter Müllcontainer wieder voll? Er wurde voll!

Über 30 Erwachsene und Kinder, Jäger, Feuerwehrkameraden, Mitglieder der Gemeindevertretung einschließlich des Bürgermeisters, Mitglieder des Kirchenbauvereins, das Haus Confidence und viele Privatpersonen trafen sich am frühen Samstagmorgen, um in ihren Dörfern und der Umgebung auszuschwärmen und den Müll einzusammeln. „Etliche Stellen kennen wir schon, da fahren wir dann gleich gezielt hin, um die alten Autoreifen, Möbel, Malerbedarf und vieles mehr einzusammeln“, erzählt Daniel Bohl, der stellvertretende Bürgermeister.

Ganz schlimm sei es an der Autobahnabfahrt, wissen alle. „Hier müssen die Kraftfahrer langsam fahren und dann werden die Fenster aufgemacht und die McDonalds-Tüten etc. rausgeschmissen. Auch heute haben wir wieder Unmengen davon eingesammelt. Das geht eine bestimmte Strecke, dann hört der Müll auf, weil die Leute wieder schneller fahren“, berichtet Sandra Burandt, die mit Tochter Charlotte (12) und deren Freundin Nuria Höppner (10) dort unterwegs war. Auch Ronny Herrmann mit Frau und Töchterchen Freya-Inken (6) beteiligten sich an der Aktion und brachten ebenso etliche Müllsäcke ins Depot an der Feuerwehr. Die Kinder nach den Inhalten der Säcke befragt, meinten, es seien ganz viele Flaschen und Glassplitter gefunden worden, auch Thunfischdosen und eine Unterhose und ein Schuh…, lachten sie.

Keinen Müll hatten die Mitglieder des Jesendorfer Kirchenbauvereins zu entsorgen, dafür widmeten sie sich dem Frühjahrsputz in der Kirche. Sogar Renate Rachow machte mit, obwohl sie am Samstag Geburtstag hatte. Es war ihr einfach ein Bedürfnis. Und zudem gab sie Frühstücksbrötchen aus für ihre Vereinsmitglieder und alle, die da kommen wollten. 

Ausführlich in der Tageszeitung und per ePaper.