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Brüel Mit einer Fee Sternberg erkunden?

Von Roswitha Sphr | 23.10.2018, 21:00 Uhr

Im Dialog: Ehrenamtliche Stadt- und Wanderführer, touristische Dienstleister und Vertreter des Naturparks werteten Saison aus

An 15 Mittwochabenden folgten Gäste in dieser Saison Jürgen Materlik, wenn er in schwarzer Hose, Schnürhemd, mit braunem Umhang, Filzhut, Hellebarde, Laterne und Horn als Nachtwächter durch Sternberg zog. Hans-Werner Lübcke hat neben seinen Tagestouren auf den Spuren der Eiszeit auch Abendwanderungen im Programm. Bei einer dieser war Martin Bouvier, Leiter der Sternberger Touristinformation, dabei. Seine Überlegung: Vielleicht könnten punktuell Abendführungen beispielsweise zu den Oberen Seen angeboten werden?

Von Mai bis September gab es in Sternberg auch 21 öffentliche Stadtführungen am Montag und 21 Wanderungen oder geführte Radtouren donnerstags ab Campingplatz. Ergänzt wurde das Angebot durch private Führungen von Hans-Werner Lübcke und Petra Zoschnik. Zudem organisierte der Naturpark Touren. Viele Urlauber, aber auch Tagesausflügler und Gruppen seien im Sternberger Seenland zu Gast gewesen, bilanzierte Martin Bouvier auf dem Herbsttreffen mit ehrenamtliche n Stadt- und Wanderführern, touristischen Dienstleistern und Vertretern des Naturparks Sternberger Seenland. Mit der Saisonauswertung verbunden ist auch ein Dankeschön. Christof Munzlinger hatte vor der Beratung die Touristiker zudem mit einer Führung und seinem Orgelspiel in der Sternberger Kirche begeistert.

Mit der Fee unterwegs: Spezielles Angebot soll sich an Kinder richten

Mit Blick auf den anspruchsvollen jährlichen Veranstaltungskalender stellte Bouvier auf der Beratung dann die Frage, ob „wir den Gast nicht überfordern?“. Das sahen die meisten in der Runde nicht. Für und Wider gab es für seine Idee, eine Führung für Kinder anzubieten, vielleicht verbunden mit einer kleinen Stadtralley. Wobei die Person, die noch gefunden werden müsste, vielleicht als Fee ausstaffiert sein könnte? So ein Angebot sei speziell, erklärte Petra Zoschnik, zertifizierte Landschafts- und Naturführerin. Eine Möglichkeit sei, dies als Familienführung zu deklarieren.

Ihre Erfahrung: „Eltern sind zufrieden, wenn das Angebot auf Kinder zugeschnitten ist und Eltern auch etwas dazu lernen würden. Gibt es etwas nur für Kinder, muss für die Eltern extra etwas angeboten werden“, so Zoschnik. Wichtig sei, dass Kinder einbezogen werden und mitmachen können, ist auch die Erfahrung von Stadtführerin Mechthild Quade. „Wir hatten 20 Dritt- und Viertklässler. Wir haben uns gut vorbereitet, die Schüler waren begeistert“, sagte Stadtführerin Regina Karl. Naturparkrangerin Margot Rossow empfahl aus ihrer Arbeit mit Kindern, dass das Alter der Teilnehmer höchsten zwei, drei Jahre auseinander liegen sollte. Petra Zoschnik gab zu überlegen, ob ein Sternberger Original nicht besser in einer solchen Rolle wäre als eine Fee.

Gut bewährt hat sich, dass die Teilnehmer seiner Radwanderungen eine Urkunde überreicht bekämen, auf der er Streckenlänge und Höhenmeter eintrage, sagte Rolf Karl. Eine Urkunde, die er mit Jürgen I. unterschreibt, stellt Nachtwächter Jürgen Materlik aus. Eine Erinnerung sei auch für Kinder wichtig. „Wir suchen Ideen für kleine, nachhaltige Werbeartikel für Kinder. Die könnten sie nach einer Führung bekommen oder von einer Veranstaltung mitnehmen“, informierte Ina Seidel von der Touristinfo. Wie zum Beispiel eine Windmühle oder eine Laterne in Miniaturausgabe. Petra Zoschnik schlug ein Quartett-Spiel vor, in dem sich Museen, Natur, Seen... aus dem Naturpark wiederfinden.