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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin Mercedes CL: Luxus und Kraft

Von Sabine Neumann | 11.12.2010, 01:57 Uhr

Mögen Andere Sportlichkeit pflegen, Fahrdynamik in den Vordergrund schieben, Mercedes setzt beim überarbeiteten CL, der Coupé-Version der S-Klasse, auf schieren Luxus.

Was keinesfalls heißt, dass unter der Motorhaube Leistungsmangel herrscht.

Der Fokus der Verfeinerungsbemühungen lag vorrangig auf der Antriebsseite und hier vor allem beim CL 500. Unter dessen Haube kommt nun ein neuer V8-Biturbo mit 435 PS zum Einsatz - 47 PS oder zwölf Prozent mehr, als der Vorgänger besaß. Das Drehmoment haben die Techniker von 530 auf 700 Newtonmeter hochgeschraubt. Das entspricht einem Plus von 32 Prozent. Beeindruckende Zahlen, die zu noch beeindruckenderen Fahrleistungen führen. Jeden noch so kleinen Druck aufs Gaspedal beantwortet das Triebwerk mit Vortrieb - und einem kurzen Aufbrüllen des ansonsten vorbildlich laufruhigen und leisen Motors. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 250 (Werksangaben) erreicht, die 100er-Marke nach 4,9 Sekunden.

Doch wie sind solche Werte mit dem Umweltbewusstsein zu vereinen? Glaubt man den Worten von Baureihen-Chef Hans Multhaupt, dann wünschen sich immer mehr Kunden "green luxury". Diesem Wunsch haben die Ingenieure entsprochen. Dank Stopp-Start-Automatik, einer neuen Benzindirekteinspritzung sowie rollwider standsarmen Reifen begnügt sich der neue Achtzylinder (118.346 Euro) laut Norm mit 9,5 Litern auf 100 Kilometern, 22 Prozent weniger als zuvor. Der CO2-Ausstoß sinkt damit von 288 auf 224 Gramm. Bei ersten Fahreindrücken blieb der Durchschnittsverbrauch allerdings immer bei mehr als 13 Litern.

Das zu unterschreiten, ist mit dem CL 600 (162 792 Euro) mit einem 5,5-Liter-Zwölfzylinder (517 PS), der von Multhaupt als "Olymp der Verbrennungsmotoren" bezeichnet wird, so gut wie nie zu erreichen. Mercedes nennt schon 13,8 Liter (322 CO2).

Selbstverständlich gibt es vom neuen CL wieder eine AMG-Version. Dieser CL 63 AMG leistet mit einem 5,5-Liter-Biturbo-Motor 544 PS und verfügt über ein Drehmoment von 800 Newtonmetern - bärenstarke Fahrerlebnisse sind da garantiert.

Rein äußerlich erkennt man den neuen Jahrgang an einer weiter nach vorne gezogenen Motorhaube. Der Kühler steht im Vergleich zum aktuellen Modell etwas aufrechter und hat eine ausgeprägtere Pfeilung erhalten. Auch haben die Scheinwerfer einen neuen Schwung.

In der Summe führen diese Veränderungen zu einem kraftvolleren und dynamischeren Auftritt, ohne dass es einen Bruch mit dem bisherigen Design gibt.