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Blankenberg Klein, gemütlich und familiär

Von wnie | 18.12.2017, 05:00 Uhr

Mit Ponyreiten, Basar und Baumverkauf kommen Groß und Klein beim Weihnachtsmarkt in Blankenberg auf ihre Kosten.

Ein Kommen und Gehen herrscht am vergangenen Sonnabend vor und im Gemeindehaus in Blankenberg.  Um 10 Uhr soll die Veranstaltung offiziell beginnen, aber schon eine Stunde zuvor sind die ersten Besucher da, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen.  Nordmanntanne oder Fichte – fündig werden Trauthild Recht aus Penzin  sowie  Familie Vitt aus Warin bei Frank Pfeiffer, Revierförster in Weiße Krug. „Wir holen hier jedes Jahr unseren Baum und der wird dann bunt geschmückt mit Kugeln, Lichterkette und Lametta, das darf nicht fehlen“, berichtet Trauthild Recht. Die Nadelgehölze stammen aus der Forstbaumschule in Gädebehn. „Ich habe 80 Bäume geholt“, sagt Pfeiffer.

Die Nachfrage ist groß.  Auch Manuela Struse aus Blankenberg kauft ihren Festbaum. „Dann müssen wir nicht so weit fahren“, sagt sie. Ihr Sohn Jonas sagt beim Weihnachtsmann das Gedicht „Das Bäumchen trägt zur Winterzeit“ auf. Das habe er in der Schule gelernt, erzählt der Siebenjährige. Im Kostüm aus rotem Mantel und weißem Rauschebart  steckt Fred Schellenkamp aus Blankenberg, der „von Bürgermeister Uwe Schulz dieses Jahr dienstverpflichtet worden ist“, sagt er. Die Kinder freut es und wer so viel Mut wie Jonas aufbringt, bekommt  Schokolade.

Im Gemeindehaus sind  Stände aufgebaut. Was hier beim Basar angeboten wird, ist handgefertigt und Hobbyarbeit, wie  Wein, Likör und Wachserzeugnisse aus Honig sowie  Dekoration in Hülle und Fülle. Badesalze, Badekugeln sowie  selbst gemachte Ohrringe und  Schlüsselanhänger hat Simone Selch ausgebreitet. „Ich mache seit drei Jahren beim Weihnachtsmarkt mit. Denn es geht hier sehr familiär zu“, erzählt sie. Sie ist nach Lübeck gezogen und arbeitet als Altenpflegerin. Dazu sei das  Hobby ein guter Ausgleich. Der Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende ist ein fester Termin im Kalender der 387-Einwohner-Gemeinde zwischen Brüel und Warin. „Die umliegenden Gemeinden machen das  am ersten  Advent und so haben wir keine Konkurrenz“, sagt Bürgermeister Uwe Schulz.  Der Platz vor dem Gemeindehaus habe  sich bewährt, „denn es ist hier logistisch  alles vorhanden und bei Regen haben wir  ein Dach über dem Kopf.“ Die Organisation obliegt Gemeindearbeiter  Ingo Lieske. „Ich bin sehr froh über seine Unterstützung“, lobt Schulz.

Hoch zu Ross um den Dorfplatz werden Jan auf Shetland-Pony Elvis  und Lina auf Schimmel Dakotah von Josefine Frick und Julia Schmadtke geführt. Die Pferde stammen von Bauer Korl aus Golchen. „Das war schön“, sagt Lina und strahlt.

Aus den Boxen ertönt „Winter in Mecklenburg“. Die Singegruppe „Die lustigen Brüeler“ stimmt musikalisch auf Weihnachten ein. Das Publikum schunkelt  und singt  mit.