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Büschow Kinder und junge Familien beleben das Dorf

Von IENG | 12.02.2014, 16:26 Uhr

Unsere Dorfgeschichten führen heute nach Büschow.

Fährt man die Landstraße 101 entlang, kommt man durch den Ort Büschow. Recht unspektakulär liegt er an der Landstraße Richtung Bundesstraße 192. Wer den Ort näher sehen möchte, muss in die einzige Straße einbiegen, die durch das Dorf führt. Büschow befindet sich im äußersten Nordwesten der Mecklenburgischen Seenplatte und gehört zur Gemeinde Jesendorf.


Bis 1945 als Gutsdorf geführt

Bis 1945 wurde es als Gutsdorf geführt. An das Leben in dem Bauerndorf kann sich Kurt Bolt noch ein wenig erinnern. Der 84-Jährige ist in Büschow geboren und lebt heute noch in seinem Elternhaus. „Das Haus, in dem sich die Schule befand, ist heute ein Wohnhaus an der Landstraße gelegen. Für die erste und zweite Klasse habe ich hier noch die Schulbank gedrückt. Um acht Uhr begann der Unterricht, dafür bin ich um sieben Uhr aufgestanden. Später bin ich nach Reinstorf und Warin mit dem Fahrrad zur Schule gefahren. Nach den Schularbeiten hieß es oftmals für mich als 12/13- Jährigen, das Pferd anspannen und auf den Acker raus zum Eggen und Pflügen. Wir waren drei Kinder und mussten in der Wirtschaft helfen. Meine Eltern hatten eine Büdnerei von zehn Hektar, Kühe, Schweine, Geflügel, Kaninchen und alles, was zur Selbstversorgung dazu gehörte“, erzählt Kurt Bolt.

Wenn er auch nicht so sehr viel Freizeit zum Umhertollen hatte, war er mit seinem Freund Günter Pinnow doch in der Freizeit unterwegs. „Wir haben im Winter die Schlitten raus geholt und sind gerodelt. Berge und Anhöhen dazu gab es hier ja. Die Landstraße früher war ein Sandweg auf dem Pferdefuhrwerke und mal ein Traktor entlang fuhren. Auf den Teichen konnten wir Schlittschuh laufen. In der Sandkuhle haben wir gespielt. Die gibt es heute nicht mehr“, erzählt der Senior. In Warin nahm Kurt Bolt eine Lehre zum Landmaschinenschlosser auf. Mit der Aktion „Arbeiter aufs Land“, blieb Kurt Bolt der Landwirtschaft treu. Er arbeitete auf der MTS in Klein Labenz, auf der LPG und bis zur Rente in der Polytechnik in Trams. Hier kamen Schüler aus den Oberstufen zum Polytechnischen Unterricht, an einem Tag in der Woche.

Bis zur Wende gab es einen Konsum und eine Gaststätte. Die Gaststätte befand sich im Haus nebenan. Das Gebäude steht leer und bietet einen trostlosen Anblick. Im Gegensatz zu früher ist es in Büschow recht ruhig geworden, findet der Senior. Viele junge Leute seien hergezogen, neue Häuser wurden gebaut.

Auch Monique Schrader ist mit Mann und Söhnen vor fünf Jahren nach Büschow gezogen und gestaltet sich Haus und Hof. Gerade war sie auf dem Hof zu Werke mit Bruder Steffen und den Jungs Willem (9), Paul (7) und Gustav (4).

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