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Angelsportverein Sternberg Jüngste Mitglieder erst ein Jahr alt

Von Rdiger Rump | 14.12.2016, 05:00 Uhr

Der Angelsportverein Sternberger See hatte in diesem Jahr 21 Neuaufnahmen. Auf der Jahreshauptversammlung wurde der gesamte Vorstand bestätigt.

Der Angelsportverein (ASV) Sternberger See geht mit einem neuen Vorstand in das neue Jahr, setzt dabei jedoch auf genau die gleichen Mitglieder wie 2013. Armin Butz wurde erneut als Vorsitzender gewählt, Jens Sarnetzki als Stellvertreter, Nico Natzel als Kassenwart
sowie Dietmar Laasch und Herbert Vorbau als Objektverantwortliche am Sternberger bzw. Luckower See.

Auf der Jahreshauptversammlung wurden auch Auszeichnungen vorgenommen. Uwe Werner, eines der Gründungs- und dienstältesten Mitglieder, erhielt die Ehrenschleife des Landesanglerverbandes (LAV), die höchste Anerkennung. Die Ehrennadel war ihm bereits in allen Stufen verliehen worden.


Durchschnittsalter leicht nach unten gedrückt

Der Verein zählte mit Stand von November 159 Mitglieder und ist somit der größte der drei Angelvereine in Sternberg. Zum Vorjahr stehen acht Abgängen 21 Aufnahmen gegenüber. Positiv ebenso, dass nun 15 Frauen dabei sind, von denen die meisten auch dem Angeln nachgehen, und „das Durchschnittsalter leicht nach unten“ gedrückt werden konnte, wie der Vorsitzende im Rechenschaftsbericht erfreut feststellte. Zu Letzterem habe sicher ein „kleines Kuriosum“ beigetragen: Zwei Mitglieder sind unter einem Jahr alt bzw. knapp darüber, die Urenkel von Dieter Rechner.

Eine Reihe von Veranstaltungen werde gut angenommen, so Butz, wie das Forellenangeln einmal mit 25 und dann 23 Teilnehmern sowie die Skat- und Knobelnachmittage im Frühjahr mit 30 und im Herbst mit 31 Beteiligten. Zunehmend beliebter werde der Grillnachmittag im Sommer. Beim ersten Mal vor vier Jahren seien es „knapp 30 Leute“ gewesen, 2016 doppelt so viele. Daraus entstehe vielleicht irgendwann der Wunsch, wieder einen zünftigen Anglerball durchzuführen. Gut angenommen werde außerdem der Kaffeenachmittag. Den Frauen, die dafür den Kuchen backen, gebühre großer Dank.

Zwei Veranstaltungen wurden mit Ferienkindern durchgeführt. Diese seien sehr wichtig, stimme der Vorstand überein, da dies der Nachwuchs sei, den der Verein dringend brauche. Unter Federführung von Dietmar Laasch fanden noch zwei Veranstaltungen mit Schülern der Verbundenen Regionalen Schule und Gymnasium Sternberg statt, und Alfredo Jotzek habe auf dem Gelände „ein interessantes Event“ für 20 bedürftige Kinder aus Sternberg organisiert. Durch Bemühungen von Dietmar Laasch und Frieder Werner konnte „eine schöne große Lkw-Plane“ über die Terrasse gespannt werden. „Sieht gut aus und hält“, so Butz.

Ein Höhepunkt in der Arbeit des Vereins sei wieder das Angeln für Menschen mit Behinderung aus den Sternberger Werkstätten gewesen. „Jeder geangelte Fisch wurde lautstark bejubelt. Wer nicht angeln wollte, konnte Karten spielen, malen, kegeln oder einfach nur das schöne Wetter genießen“, sagte der Vereinsvorsitzende. Gut 20 Angelsportfreunde hätten großen Anteil am Gelingen.

Auf dem Gelände am Sternberger See wurden bis Oktober 660 Arbeitsstunden geleistet, allen voran Dietmar Laasch mit 148, in der Anlage am Luckower See insgesamt 88. Angler seien ebenso aktive
Naturschützer.

Überhaupt „nicht einverstanden“ sei der Vorstand mit der geringen Teilnahme am An- und Abangeln, am Boots- und Paarangeln. Jeder, der an der Vorbereitung beteiligt sei, mache das in der Freizeit. Bei Desinteresse könnten diese Angelveranstaltungen besser ganz gestrichen werden, fand der Vereinsvorsitzende klare Worte.


Kritik zum Verhalten einiger Mitglieder

Kritisch äußerte er sich auch zum Verhalten einiger Mitglieder hinsichtlich der Boots- und Geländeordnung. So werde „nicht ohne Grund ein Termin festgelegt“, bis zu dem die Boote aus dem Winterlager ins Wasser kommen. Wenn im Mai begonnen werden müsse, den Rasen auf dem Vereinsgelände zu mähen, seien Boote im Wege. Bei wichtigen Gründen, durch die der Termin nicht eingehalten werden könne, reiche ein formloser Antrag an den Vorstand. Es dürfe aber nicht sein, dass zwei Mitglieder ihre Boote „ohne irgendeine Rücksprache mit dem Vorstand überhaupt nicht aus dem Winterlager holen“, so Butz. Auch mahnte er „Pflicht und Schuldigkeit“ an, dass jeder den Toilettencontainer wieder so verlasse, wie er ihn vorgefunden habe.

Jedes Mitglied könne das Vereinsgelände nutzen, sich am Wochenende oder abends auf den Steg setzen, angeln bzw. seinen Fisch räuchern oder einfach nur den Sonnenaufgang genießen.