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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin Jeep Wrangler - kerniges Urgestein auf allen Wegen

Von huma | 11.12.2010, 01:57 Uhr

Er ist das Synonym für Geländewagen schlechthin und noch einer der wenigen echten Schlammwühler.

Auf der Straße bringt das nicht nur Freude.

Der Wrangler in heutiger Form läuft jetzt auch schon wieder seit gut vier Jahren. Es gibt ihn wie gehabt mit kurzem und (wie von uns gefahren) langem Radstand als Zwei- bzw. Viertürer, mit Softtop oder, unsere Wahl, mit harter Schale - deren (De-)Montage dauert allerdings, worauf man bei launischem Herbstwetter lieber verzichtet. Im Prinzip kann auch bei den Motoren gewählt werden, doch ein fast 200 PS starker 3,8-Liter-Benziner-V6 in einem derartig hochbeinigen, kantigen Gerät - das bürgt für allzu enge Freundschaft mit dem Tankwart. Also lieber die 177 Arbeitspferde des viertöpfigen 2,8-Liter-CRD eingespannt und ab geht die Post.

Schluckspechtig gibt der Common-Rail-Diesel sich schon genug, zumindest in Verbindung mit der Automatik, die aus vier Gängen plus Overdrive besteht und reichlich hemdsärmelig ihre Schaltwechsel durchdrückt. Das tut sie zudem recht häufig, weil der Motor immerhin zwei Tonnen Lebendgewicht im nicht eben windschlüpfrigen Kleid durch die Gegend hieven muss - was er mit lautstarkem Nageln untermalt. In der Summe macht das bei in der Tat bulligem Durchzug und eher lauen Fahrleistungen einen Testverbrauch von über zwölf Litern.

Die Lust auf Raserei vergeht einem aber ohnehin recht schnell. Der große Wrangler fährt sich eher wie ein Kleinlaster, die Lenkung arbeitet weitgehend befreit vom Zwang der Rückmeldung und der Aufbau wankt durch Kurven wie ein Schiff in mittelschwerer See. Nahezu unschlagbar ist der Ur-Jeep mit seinem starr zuschaltbaren Vorderradantrieb, Geländeuntersetzung und Starrachsen natürlich im Gelände. Spätestens mit gesperrten Achsdifferenzialen gibt es kaum ein Loch, aus dem er nicht wieder herausgekrochen käme - nur steht es um Deutschlands Straßen nicht gar so schlecht, und auf Asphalt verspannt sich das urgesteinige Antriebskonzept im Allradmodus zu noch knorrigerem Fahrverhalten.

Der Umfang der mittleren Ausstattungslinie namens Sahara fällt ordentlich aus, gibt sich mitunter aber auch ähnlich geheimnisvoll wie die große Wüste. Nun ja, echten Entdeckern sind Banalitäten wie zwischen den Lüfterschlitzen versteckte Knöpfe für die elektrischen Fensterheber und eine unauffindbare Außenspiegelverstellung vermutlich ziemlich egal.

Fazit: Kult statt Kultur - der Jeep bleibt auch in ziviler Langversion ein Objekt für hartgesottene Liebhaber.