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Brüel Gestrickte Grüße aus Brüel

Von Roswitha Sphr | 22.01.2017, 21:00 Uhr

Handarbeitsgruppe im Mehrgenerationenhaus beschenkt Neugeborene in unserer Region und unterstützt Albanienhilfe

Heute Nachmittag kommen sie wieder zusammen, um in geselliger Runde Handarbeiten zu machen: Zwischen zehn und zwölf Frauen treffen sich an jedem Montag ab 13 Uhr im Mehrgenerationenhaus in der Brüeler Ernst-Thälmann-Straße. Und was da unter den geschickten Händen entsteht, macht nicht nur ihnen selbst Freude.

„Wir stricken für Kinder in Albanien Socken. Wir wissen, welche große Armut besonders im Gebirge herrscht. Bei einem Frühstückstreffen vor einigen Jahren hat uns Gemeindediakonin Weinhold von der Albanienhilfe Wismar berichtet. Da haben wir auch erfahren, dass viele, viele Strümpfe für die Stiefel gebraucht werden“, sagt Erika Zobel. Der Raum, in dem sie jetzt immer montags mit anderen strickt, gehörte übrigens früher einmal zu ihrer Wohnung. Es war das Kinderzimmer, erzählt die 85-Jährige. „Hier war die Diakonwohnung.“ 1958 ist die Familie aus Halle nach Brüel gezogen, wegen der Wohnung. 36 Jahre lang haben Zobels in dem Haus gewohnt.

Gisela Richter hat allein 60 Paar Socken gestrickt. Aus besonders wärmender Wolle entstehen zudem Schals, Pullover und Handschuhe. Und das zusätzlich zu der Weihnachtspäckchenaktion für Albanien. Denn die Frauen wollen nicht nur zu Weihnachten anderen eine Freude machen.

So entstand auch die Idee, Neugeborene in der Brüeler Region einen gestrickten Gruß zu übermitteln, beispielsweise mit einem Mützchen, Schühchen oder Puschen und Socken. Dafür wird mit besonders flauschiger Wolle gestrickt.


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