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Hamburg/München/Berlin Ganzjahresreifen oft zu sehr auf Winter getrimmt;Im Auto keine dicke Jacke tragen;Transporter vor jeder Fahrt checken

Von dpa;dpa;dpa | 28.09.2013, 03:08 Uhr

Ganzjahresreifen sollen Fahrsicherheit bei jeder Witterung bieten und Autobesitzern die Reifenwechsel im Frühjahr und Herbst ersparen.

Allerdings legen die Hersteller bei vielen Modellen zu großen Wert auf die Wintertauglichkeit, hat die Zeitschrift "Auto Bild" (Ausgabe 39/2013) bei einem Test festgestellt. Häufig bieten Ganzjahresgummis guten Grip bei Kälte, Schnee und Eis. Auf nasser Straße oder trockener Fahrbahn bei sommerlichen Temperaturen erreichen sie aber oft nicht das Leistungsniveau reiner Sommerreifen, unter anderem, weil dafür die Gummimischung zu weich ist. Die "Auto Bild" hatte neun Ganzjahresreifen in der für Kompaktwagen typischen Dimension 195/65 R 15 bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen getestet und jeweils mit einem Sommer- und einem Winterreifenmodell verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass Ganzjahresreifen ein Kompromiss bleiben und nicht mit reinen Saison-Pneus mithalten können: Zwei Modelle schnitten mit "empfehlenswert" ab, fünf mit "befriedigend", einer mit "bedingt empfehlenswert" und einer mit "nicht empfehlenswert". Die Bestnote "vorbildlich" bekam keiner.

Autofahrer setzen sich am besten nicht mit einer dicken Winterjacke ans Steuer. Denn das mindert die Wirkung des Sicherheitsgurtes bei einem Unfall, warnt Vincenzo Lucà vom TÜV Süd. "Der Gurt hilft am besten, wenn er ganz eng am Körper anliegt." Füllige Textilien wirken dagegen wie eine Art Puffer. Vor allem am Becken sollte der Gurt ganz straff sitzen. "Sonst rutscht der Fahrer im schlimmsten Fall unten durch", so Lucà. Der Beckengurt drücke dann bei einem Crash auf die Weichteile in der Bauchgegend, was zu inneren Quetschungen führen kann. Wenn das Auto innen sehr kalt ist, sollte der Fahrer zumindest die unteren Jackenflügel nach oben klappen, damit der Gurt eng an den beiden Beckenknochen anliegt.

Viele Transporter haben technische Mängel. Das ergab eine Auswertung von Hauptuntersuchungen (HU) für Nutzfahrzeuge durch den Verband der TÜV (VdTÜV). Besonders oft ist demnach die Beleuchtung defekt. Transporterfahrer sollten daher selbst regelmäßig ihre Fahrzeuge überprüfen und nicht bis zur nächsten HU warten. Der Rundgang ums Fahrzeug sollte in Fleisch und Blut übergehen: Vor jeder Fahrt Beleuchtung checken, Reifen prüfen, auf eventuelle Schäden der Scheiben achten.