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Kloster Tempzin Erinnerung an die Zeit der Wende

Von Roswitha Sphr | 23.12.2019, 05:00 Uhr

Mit der Einweihung von Stelen in Zahrensdorf und Langen Jarchow „Denkzeichen“ gesetzt

„Wir sind das Volk“, „Herbst 1989“ und „Wiedervereinigung“ ist auf den zwei Stelen zu lesen. Am Sonnabend wurden sie in Zahrensdorf und Langen Jarchow feierlich eingeweiht.

Es sind „Denkzeichen“, die an die friedliche Revolution, aber auch an eine kritische Zeit erinnern sollen, erklärte Sieghard Dörge, Bürgermeister der Gemeinde Kloster Tempzin. Er sei bei einigen Demonstrationen dabei gewesen und habe in Neubrandenburg auch eine „ziemlich kritische Situation“ erlebt. „Die Stelen stehen für eine Zeit, die wir fast alle kennen“, so Dörge in Zahrensdorf. „Unsere Enkel werden schon Schwierigkeiten haben. Es soll Erinnerung sein.“

Die Stelen sind ehemalige Brückenpfeiler aus Tempzin. Wolfgang Seewald hatte aus Angst davor, dass sie im Zuge der dortigen Bauarbeiten für das Wehr verloren gingen, empfohlen, sie zu sichern. Was er, André Rothe und Sieghard Dörge übernahmen. Nach einer Zwischenlagerung standen die Stelen im Zahrensdorfer Steingarten. Mit der Inschrift seien sie jetzt „Denkzeichen“ und haben einen neuen, endgültigen Platz gefunden. Finanziert wurde die Gravur über ein Förderprogramm der Landeszentrale für politische Bildung MV.

Sieghard Dörge freute sich über das Interesse der Einwohner. In Zahrensdorf und Langen Jarchow war dann bei Glühwein und Gebäck auch Zeit für Gespräche und Erinnerung.