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Tempzin Durch den Klützer Winkel pilgern

Von Roswitha Sphr | 25.07.2016, 05:04 Uhr

Von Tempzin aus haben sich am Sonnabend knapp 30 Frauen und Männer auf einen geistlich begleiteten Weg gemacht

Sie wisse gar nicht mehr, das wievielte Mal sie auf dem Pilgerweg mitgehe, sagt Erdmuthe Großer-Bald. An die zehn Mal wären es wohl gewesen. Die Schwerinerin gehört mit zu den Frauen und Männern, die am vergangenen Sonnabend die ersten rund 25 Kilometer auf dem Pilgerweg „Durch den Klützer Winkel“ gegangen sind.

Die knapp 30 Teilnehmer zwischen 42 und 79 Jahren sind in ganz Deutschland zu Hause. Viele kommen wie Erdmuthe Großer-Bald immer wieder. „Es ist eine sehr treue Pilgerbewegung. Ich denke oft, ich habe auch eine Gemeinde“, sagt Doris Mertke, Leiterin des Pilger-Klosters Tempzin. „Durch den Klützer Winkel“ werde erstmals gegangen. Einer der beiden bewährten Streckenwarte Karl Schwarzenberg und Dr. Reiner Schulze habe den Weg vorgeschlagen. „Dr. Schulze wohnt in Hohenkirchen. Er hat gesagt, dass es eine schöne Strecke ist. Man kann überall pilgern. Es geht um den inneren Weg“, weiß Mertke. Trotzdem sei dieses Mal für sie auch deshalb schön, weil es ein „bisschen wie ein Heimspiel ist. Im Klützer Winkel habe ich einmal gearbeitet“.

Über die Stationen Dassow, Kalkhorst, Klütz, Grevesmühlen, Proseken, Wismar und Hohen Viecheln führt der geistlich begleitete Weg am Sonnabend zurück nach Tempzin.

Sie müsse nicht bis nach Spanien, sondern könne nah von Schwerin aus pilgern, beschreibt Erdmuthe Großer-Bald ihr Wiederkommen. Den durch die Tageszeitengebete geprägten Tag und den Aufenthalt an der frischen Luft empfinde sie als sehr schön. Sie komme aus dem Alltag heraus, müsse nicht wie zu Hause und im Beruf ständig Entscheidungen treffen.  

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