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Weihnachten auf dem Dorf Drei Dörfer – eine große Familie

Von Traudel Leske | 12.12.2017, 05:00 Uhr

In Zahrensdorf wächst zusammen, was zusammengehört – zum vierten Male feierten drei Dörfer eine gemeinsame Vorweihnacht

Es wächst zusammen, was zusammengehört! Den Beweis lieferte wieder mal die Gemeinde Kloster Tempzin, die vor einiger Zeit durch die Fusion der vormaligen Gemeinden Zahrensdorf und Langen Jarchow entstand und seitdem obigen gemeinsamen Namen trägt. Und was lag da wohl näher, als auch mal gemeinsam zu feiern?

Es war der Zahrensdorfer Sieghard Dörge, der gemeinsam mit Michael Werner auf die grandiose Idee kam, dass doch alle dazugehörigen Dörfer umschichtig Gastgeber für die jährlichen Dorf-Adventsfeiern werden sollten. Doch letztendlich entschied man sich für das Gehöft von Michael Werner, das die besten Gegebenheiten für solch ein Vorhaben bot. „Nach unserer Initialzündung haben sich auch die Familien Suhrbier, Thode und Friedrich hinzugesellt und die Vorbereitungen auf breite Schultern verlagert“, so Michael Werner.

„Inzwischen ist das vierte gemeinsame Fest herangekommen“, erzählt Michael Werner, seines Zeichens Tierparkdirektor in Wismar. Das Hofgelände sei festlich weihnachtlich mit einem Tannenbaum geschmückt worden. Und die Auffahrt zum Gehöft war mit weihnachtlichen Figuren bestückt worden. Vorn am Eingang prangte ein großer Weihnachtsstern und hieß die Gäste willkommen. Im ehemaligen Schweinestall des Hofes war eine Kaffeestube eingerichtet worden. Der leckere Kuchen kam von Frauen der drei Dörfer.

Doch das war nicht alles. Michael Werner stand an einer riesigen Bratpfanne und bruzzelte Bratkartoffeln und Buletten. Und Sieghard Dörge rührte wie schon in den Jahren zuvor eifrig in einem Suppenkessel über offenem Feuer und bereitete ein leckeres Kesselgulasch vor.

An der Kaffeetafel griff der Senior Karl Giesler kräftig in die Tasten seines Akkordeons. Und schon erklang das Weihnachtslied „O du fröhliche…“, wo alle kräftig mitsangen. Inzwischen war auch der bärtige Alte namens Matthias Wagner erschienen und begrüßte alle Ankömmlinge, besonders die Kinder. Und wenn sich die kleine Ella anfangs auch noch fürchtete; am Ende bekam auch sie ein kleines Geschenk.

Elke Giesler, Ilse Schwat, Helga Reinholz und alle anderen am Tisch waren des Lobes voll. „Es ist immer schön hier, macht uns viel Spaß“, meinten sie. „Wir kommen jedes Jahr hierher.“