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Trams Die Suche nach dem Richtigen

Von KEMA | 23.12.2019, 05:00 Uhr

Weihnachtsbaumkauf auf der Fichten-Plantage wird zum Ausflug für die ganze Familie

Erst einmal gab es einen Glühwein. Dann ging es für Dr. Regina Winkler, Hartmut Möller und Sohn Gregor Winkler in die Weihnachtsbaumplantage. Das Aussuchen ihres Weihnachtsbaumes war schwierig. „Das ist so bei uns. Wegen mir braucht das kein perfekter Baum zu sein.“ Kiefer oder doch Fichte? Der ist oben krumm, der zu klein, hier fehlt die eine Seite… Drei Menschen, drei Meinungen. Auf einen ersten Baum der engeren Wahl wurde ein Handschuh gelegt. „Vielleicht gehen wir doch erst noch einmal einen Glühwein trinken? Danach geht es dann immer ruckzuck…“

Die Firma Wariner Pflanzenbau hatte am Sonnabend auf ihre drei Hektar große Fichten-Plantage hinter den Neubauten in Trams eingeladen. Vorstandsvorsitzender Wolf-Dietmar Vetter und sein Stellvertreter Daniel Bohl hatten gerade mit der Nachmittagsschicht ihre Kollegin Heike Schröder abgelöst, als Regina Winkler mit ihrer Familie kam. Seit rund 25 Jahren holt sie hier ihren Weihnachtsbaum. „Nur zwei oder drei Mal sind wir ohne wieder abgezogen“, sagt Regina Winkler. Die Familie, vor allem Hartmut Möller, brachten eine gehörige Portion Witz und Humor mit, die sich mit dem Glühwein steigerte und auf alle Anwesenden abfärbte. Nach einer ganzen Weile fanden sie dann ihren Baum und das doch ohne Glühwein-Zwischenrunde.

Hartmut Möller brachte sogar noch einen kleinen mit. Nur hatte der keine Nadeln mehr. Mit ihm bereicherte er das Feuer am Rand der Plantage und alle amüsierten sich.

Für kulinarische Genüsse sorgte wieder Lohnbuchhalterin Dajana Denzel. Vor der Verkaufshütte saß bei Glühwein und Bockwurst Großfamilie Rußbült aus Wismar an den Holztischen. Christine Rußbült mit Mann und zwei Kindern, ihren Eltern und Großmutter sowie ein Cousin und Onkel. „Wir haben unsere Weihnachtsbäume schon gefunden, je nach Raumhöhe zwischen 2,30 und 1,80 Meter“, erzählte Christine Rußbült mit Baby auf dem Rücken. „Für uns ist dieser Familienausflug Tradition. In der Adventszeit fahre ich hier mal vorbei, um zu schauen, wann der Verkauf ist und dann kommen wir. Wir waren schon in Nisbill jedes Jahr dabei, bei Sonne und Schnee und Regen und Matsch. Die Bäume hier zu holen, ist doch schöner als vom Baumarkt.“

Rolf Dombrowa und seine Tochter Helena (13) aus Reinstorf wollen auch keinen Baum aus Dänemark. „Wir haben das Glück, unseren einheimischen Baum hier gleich um die Ecke zu finden. Und hier findet man jede Größe, weil jedes Jahr nachgepflanzt wird. Leider sind offensichtlich im letzten und diesen Sommer etliche Bäume vertrocknet“, stellte Dombrowa fest. Aber Daniel Bohl versicherte: „Ja, das war Pech, aber im kommenden Jahr pflanzen wir wieder nach.“

Die schönste Überraschung brachte die Pastorenfamilie Kunert aus Warin mit. Während ein Teil der erwachsenen Kinder schon einmal in der Plantage verschwand, holten Pastorin Dorothea Kunert, Pastor Andreas Kunert und die beiden Töchter Sophie und Anna ihre Instrumente aus dem Auto und boten den Mitarbeitern der Wariner Pflanzenbau und ihren Gästen ein Weihnachtsständchen, was alle begeisterte.

Und dann gab es sogar noch ein Pastorentreffen: Der ehemalige Neuklosteraner Pastor Jens Krause und seine Lebensgefährtin mit Enkel holten sich auch nach ihrem Wegzug wieder in Trams ihren Weihnachtsbaum.