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Brüel Bingo-Fieber hat auch Brüeler Senioren gepackt

Von ROSP | 14.02.2014, 17:09 Uhr

Einmal im Monat lässt Klaus Kirschnick im Betreuten Wohnen die Kugeln rollen.

Nur wenige Stühle in der Aula des Betreuten Wohnens in Brüel bleiben an diesem Nachmittag unbesetzt. Die Ortsgruppe der Volkssolidarität (VS) hat wieder zu dem auch in Brüel beliebten Bingo eingeladen. Als Conferencier agiert Klaus Kirschnick, der wie beim Lotto per Zufall aus einer Trommel Kugeln mit aufgedruckten Zahlen zieht. Konzentriert verfolgen die Senioren das Spiel und streichen – wem das Glück hold war – Zahlen auf einem Schein ab. Fünf Richtige ergeben eine Bingo-Reihe. Einige schaffen sogar den Doppel-Bingo oder einen Dreifachen. Letzteres sei aber selten, weiß der Conferencier. Ein lautes „Bingo“ schallt dagegen des Öfteren durch die Aula – Lisa Schreiber ist dieses Mal die erste und muss dafür auch gar nicht lange warten. Den einzigen Doppel-Bingo an diesem Tag kreuzt Burghild Kiel auf ihrem Schein an.

Seit drei Jahren packt Klaus Kirschnick einmal im Monat – im vergangenen Jahr gab es allerdings eine Sommerpause – die Utensilien ein und kommt in das Betreute Wohnen. Das Spiel gehört der Brüeler Arbeitsgruppe der Rheumaliga, sagt er. Die Volkssolidarität hatte davon erfahren und angefragt, ob sie es nicht auch nutzen könnte. Und weil der 54-Jährige, der in der Rheumaliga im Vorstand agiert, dort auch das Bingo-Rad dreht, hat er zugesagt. „Es wird sehr gut angenommen. 30 bis 35 Leute kommen jedes Mal“, freut er sich. Drei Durchgänge werden gespielt, was eineinhalb Stunden dauert. Über die gesamte Zeit wird den Teilnehmern Konzentration abverlangt, weiß Kirschnick. „Wenn man vier Zahlen hat und die fünfte nicht kommt, wird es spannend und spaßig“, sagt Gerda Latzel. „Man hat Kontakt zu anderen, das ist wichtig, gerade wenn man älter ist“, begründet Ruth Möbius ihr Kommen. „Klaus Kirschnick macht es für uns ehrenamtlich, wir können ihm dafür gar nicht genug danken“, freut sich Hannelore Krüger vom Vorstand der VS-Ortsgruppe. Den Wunsch nach noch mehr Bingo-Terminen kann der Brüeler aber nicht erfüllen, hat er doch auch noch den Vorsitz im Behindertenverband übernommen.