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Thurow Areal nun frei für die Vermarktung

Von Roswitha Sphr | 06.12.2016, 20:52 Uhr

Gelände des ehemaligen Kreisbetriebes für Landtechnik in Thurow an der B 104 ist beräumt

„Ein Fremder würde gar nicht ahnen, wie es hier vorher ausgesehen hat“, zeigt sich Brüels Bürgermeister Jürgen Goldberg bei der gestrigen Bauabnahme auf dem Gelände des ehemaligen Kreisbetriebes für Landtechnik (KfL) in Thurow überzeugt. Was habe hier im Frühjahr noch alles gestanden. „Die Stadt kann sich bei der Firma für die sehr gute Arbeit nur bedanken, auch für die
gute Zusammenarbeit mit der Landgesellschaft und für die Förderung. Wir können heilfroh sein, dass die Ruinenstätte verschwunden ist“, so Goldberg.

Wie SVZ berichtete, wurde das über drei Hektar große, von der Stadt ersteigerte Gelände über eine Landesförderung aus dem Rückbauprogramm zur Sanierung devastierter Flächen im ländlichen Raum beräumt. Bevor der Abbruch auf der Industriebrache aber überhaupt beginnen konnte, waren in Verantwortung der TiR Konzept GmbH umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Unter anderem wurden Proben genommen, Gebäude mittels Laser aufgemessen, aber auch auf das Vorhandensein von Fledermäusen und Vögeln bzw.
deren Quartiere und Nester untersucht worden.

Jetzt sind alle Schadstoffe, vor allem riesige Asbestmengen, Farben und Öl, entsorgt, die Gebäude oberirdisch abgebrochen, der Schornstein fiel und das Areal wurde entsiegelt. Dafür wurden auch die Fundamente, die zum Teil bis 1,20 Meter in der Erde lagen, geborgen und frei gebröselt. Für den Schornstein ging es sogar wesentlich tiefer.

Es habe wenig Überraschungen gegeben, sagt Arne Busch-Petersen, Bauleiter in der Schubert AET GmbH in Mönchhagen bei Rostock, dem für Schadstoffentsorgung und Abbruch zuständigen Unternehmen. Lediglich was die frühere Kranbahn betreffe, seien es sehr viele Fundamente gewesen, die sich zudem als sehr massiv herausgestellt hätten. „Eine große Problemzone hat es am Heizhaus gegeben. Das war so nicht erkannt worden“, sagt Frank Kleine von der Landgesellschaft in Leezen. Hier sei noch zu KfL-Zeiten einiges an Abfällen vergraben worden; Bauschutt, Ziegelbeton, Gewerbeabfälle, Altreifen, PVC und einen leeren Farbeimer habe man gefunden.

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