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Mutterkuh und Kälber des Dexterrindes auf der MeLa Annika stellt sich mit Butt und Blacky vor

Von Ines Engelbrecht | 13.09.2011, 08:08 Uhr

Munter springt das vier Wochen alte Bullenkälbchen "Blacky" in der Laufbox herum. Das Jungtier der Rasse Dexter ist ein Ammenkalb bei Züchter Uwe Schulz in Blankenberg.

Munter springt das vier Wochen alte Bullenkälbchen "Blacky" in der Laufbox herum. Das Jungtier der Rasse Dexter ist ein Ammenkalb bei Züchter Uwe Schulz in Blankenberg.

"Die Mutter des Kalbes nahm es nicht an. So habe ich es mit der dreijährigen Mutterkuh ,Annika’ probiert, weil sie schon ein Kalb hatte. ,Butt’ ist im April geboren und die Zusammenführung mit dem kleineren Tier klappte recht gut", so der 50- Jährige. Und weil "Butt" so ein schönes Jungtier ist, hat Schulz sich entschlossen, mit seinen Schützlingen an der MeLa teilzunehmen. Zwar sind die Rinder halbwild, weil sie nicht im Stall untergebracht sind, sondern freilaufend, aber seit zehn Tagen übt Schulz jeden Abend mit ihnen die so genannte Leinenführigkeit. Denn bei der Vorführung am Freitag von 10 bis 15 Uhr soll schließlich alles klappen.

Vor drei Jahren holte er sich die ersten Tiere aus Schleswig-Holstein und dem Ruhrgebiet. Das Dexterrind ist eine extensive Rasse, die aus Irland stammt und sehr robust ist. Uwe Schulz bewirtschaftet fünf Hektar Weideland mit 14 Rindern im Farbschlag rot.

Von der Schafherde, die er vordem hielt, sind nur noch 15 Heidschnucken und Bentheimer übrig. Aus wirtschaftlichen Gründen entschloss er sich für das Zweinutzungsrind und wegen der Geländebeschaffenheit. Die Tiere haben ein Gewicht von 300 bis 450 Kilogramm und zerstören die Grasnarbe nicht. Sie leben ganzjährig draußen und benötigen nur einen Unterstand, der im Winter mit Stroh ausgelegt wird. Heu wird im Winter gefüttert, und Wasser gibt es natürlich regelmäßig.

Die Wetterkapriolen machten auch um den Blankenberger Züchter keinen Bogen. Stehen doch 50 Prozent seines Weidelandes immer noch unter Wasser. Abhängig ist er vom Wasserstand des Tempziner Sees, der unmittelbar an die Wiesen grenzt. Der lange Zeitraum und der Zeitpunkt der anhaltenden Feuchte tat ein übriges.

"90 Prozent der Heuernte habe ich eingefahren", erzählt er. Die kleinen Rundballen lagern unter dem Stand wo sich gerade "Annika" und ihre Kälber befinden. Die drei Vierbeiner werden gerade auf Raufutter umgestellt, da auf der MeLa kein Nassfutter verabreicht wird.

Ruhig geht Uwe Schulz in das Gatter hinein und will "Blacky" fassen. Das Kalb steigt und will sich zu dieser ungewohnten Zeit nicht greifen lassen. Die nicht sonderlich zahmen Tiere kennen ihren Pfleger. "Ich kann mit ein paar Leckerlis auf die Wiese gehen, und schon kommen die Tiere an", sagt er, und dann hat er "Blacky" für ein