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Lokales

19. November 2017 | 09:33 Uhr

Sternberg - eine Stadt der Narren

vom

svz.de von
erstellt am 06.Mär.2011 | 06:57 Uhr

Sternberg | Närrischer gings wohl kaum. Am Wochenende waren Sternbergs Jecken wieder mal zur Höchstform aufgelaufen. Im Seehotel bewiesen sie über Stunden auf vielfältige Art und Weise, dass sie das idyllische, einstige Ackerbürgerstädtchen fest im Griff haben und dass letzteres auch im realen Leben von Narren regiert wird. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Beweis: Der Leiter der Allgemeinen Verwaltung, Olaf Steinberg, und der Leiter des Bürgeramtes, Eckardt Meyer, hatten sich auf feinste Art zum Narren gemacht und waren diesmal in die Haut von bekannten Mimen geschlüpft. Und aus ihrer selbigen ohne große Mühe auch herausgekommen. Diesen Auftrag hatten sie laut Motto des Abends - "Der SCC proudly presents - Stars und Sternchen für die Fans!" - vom Sternberger Carnevalsclub (SCC) bekommen.

Die Sternberger Karnevalisten entführten diesmal in Wort und Bild nach Hollywood. Sie verliehen sogar Oscars. Als bester Schauspieler wurde beispielsweise Johnny Depp in seiner Rolle als Käptn Sparrow geehrt. Und er dankte vor allem seinen Produzenten - "Hallo, Mam und Dad!" sowie deren Produzenten Oma und Opa.

Und während über eine große Leinwand auf der Bühne das Konterfei des Methusalems Joopi Heesters geisterte, entstiegen dem Panoptikum einstige Filmgrößen wie Theo Lingen, Heinz Rühmann oder der unvergessene Hans Albers. Eckardt Meyer kopierte den "blonden Hans" so perfekt und stimmgetreu, dass einem ganz warm ums Herz wurde. Und als er dann zur Quetschkommode griff und den Gassenhauer "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" zum Besten gab, gab es auch für das Publikum kein Halten mehr. Es sang mit und schunkelte, dass es eine Freude war. Wer sich über die Ankündigung "One-Man-Woman" wunderte, erlebte eine außergewöhnliche Travestie-Show. Es war Bernd Brügge-Rohdaß, der sich halb als Männlein und halb als Weiblein und damit als "gespaltene Persönlichkeit" outete. Will heißen: Seine rechte Körperhälfte glänzte als schicke Frau im Marilyn-Monroe-Verschnitt, und von links zeigte er sich als echter, graumelierter Kerl und Schwiegermutters Liebling. Seine Erklärung dazu: "Ich bin eine Dame mit Sti(e)l, eine Eierfrau. Meine Mutter kaufte sich zuzeiten für fünf Euro ein Los der Glücksspirale. Sie wurde schwanger, und der Hauptgewinn war ich." Der Präsident des SCC, Jan Markowski, verlieh unserem Landwirtschaftsminister Till Backhaus Authentizität und schwärmte über seine Rapsblütenkönigin Yvonnchen. Auch Cher, Cindy aus Marzahn, Angela Merkel, Wilhelm Wieben und Klaus Feldmann gaben sich die Ehre. Und natürlich wurde auch des Herrn zu Guttenberg gedacht. Gar keine Frage, dass auch die Feuer-Sternchen, die Sternchen-Garde, das Tanzpaar Sabrina und Thom, Tanzmariechen Katja, Anna und Antonia sowie die Allstars die Oscar-Verleihung zu einem Spektakel der Superlative werden ließen. Den i-Punkt setzte dann noch das Sternberger Männerballett. Mamma mia! Nach diesem ABBA-Song präsentierten sich die Herren vom Allerfeinsten.


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