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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

15. Dezember 2017 | 12:50 Uhr

Miss MV im Porträt : Zwischen Miss-Wahlen ganz privat

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Siegerin von Mecklenburg-Vorpommern stammt aus Warin – am 18. Februar tritt sie zur „Miss-Germany“-Wahl an. Sie hat viel Rückhalt durch den Freund, einen ehemaligen Ventschower.

von
erstellt am 13.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Kennen gelernt haben sie sich auf dem Wariner Fußballplatz. Philipp Schröder hütet das TSG-Tor in der Landesliga. Mit acht Jahren verschlug es ihn zwar von der Kleinstadt nach Ventschow, wo er bis voriges Jahr wohnte, dem Hobby aber frönt er in Warin. „Wir haben uns
öfter gesehen, aber nichts dabei gedacht, zumal er einige Jahre älter ist“, erzählt Johanna Wilhelmine Nedel. „Fußball ist auch nicht so meins,
außer jetzt bei Hallenturnieren, wenn auf kleinem Raum mehr Tempo drin ist.“

Die Spiele auf dem Sportplatz seien aber ein Treffpunkt für junge Leute. „Man sitzt hinterher nett zusammen“, sagt die 18-Jährige. Sie ist in Wismar geboren und in Warin aufgewachsen. Dann seien sie sich näher gekommen, wurden vor anderthalb Jahren ein Paar. „Wir haben uns nicht gesucht und doch gefunden“, sagt der 27-jährige Zeitsoldat lächelnd.

Schöne Altbauwohnung gemeinsam in Wismar

Seit Juni vorigen Jahres leben sie unter einem Dach, in einer schönen Altbauwohnung zwischen Hafen und Markt in Wismar, 80 Quadratmeter groß, nach dem Geschmack junger Leute modern eingerichtet.
Johanna habe gleich gesagt, dass sie sich hier wohl fühlen würde. Auch die Lage sei ideal, meint die 18-Jährige. Sie komme gut mit dem Fahrrad zur Hochschule, wo sie ihr drittes Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Büromanagement absolviere. Und auch Wismar sei genau richtig, nicht zu klein und nicht zu groß, sind sich beide einig.

Zu Hause ist das junge Paar, das eine aufregende Zeit hinter sich hat, mal ganz privat und für sich. Schon bald wird es aber noch spannender als zuletzt. Die blonde Schönheit vertritt das Land, wenn am 18. Februar im Europa-Park Rust, weit im Süden Deutschlands, die neue „Miss Germany“ gekürt wird. Sie hat sich bei der Wahl der Miss MV im November in Schwerin gegen zehn weitere Anwärterinnen durchgesetzt und damit für das große Bundesfinale qualifiziert. Vorher war sie bereits „Miss Wismar“ geworden, die im September zum ersten Mal ermittelt wurde.

Diesen Titel hätte sie nicht gebraucht, um an der Miss-Wahl des Landes teilnehmen zu können, erklärt die 18-Jährige, denn beides sei unabhängig voneinander, doch damit habe alles angefangen. Eine Freundin von ihnen habe Johanna angesprochen. Denn Susanne Manzek, die in Wismar das Staroptik-Geschäft betreibt, hier zu Lande für die Miss Germany Corporation (MGC) arbeitet und Veranstaltungen organisiert, würde Teilnehmer suchen. Und weil auch Philipp nett aussehe, sollten am besten beide vorbeikommen, er könnte bei der Mister-Wahl antreten. Anfangs habe sie sich nicht getraut, bekennt Johanna, weil sie es nicht möge, „vor vielen Leuten zu sprechen“. Doch ihr Freund habe zugeredet. „Ich musste sie zu ihrem Glück zwingen“, sagt er und lacht. Ihre Bedingung sei gewesen, dass auch er mitmacht. Und Philipp wurde beide Male Zweiter, in Wismar nur ganz knapp hinter dem Sieger, und freut sich darüber.

Aufgeregt sei er auch gewesen, „ein positiver Stress wie auf dem Fußballplatz“, im Unterschied zu Johanna aber entspannter damit umgegangen. „Als Frau sieht man das anders.“ Sie habe sogar vor dem Spiegel geübt, was sie auf der Bühne sagen wolle. Jeder Teilnehmer müsse sich ausführlich vorstellen, der Moderator hake dabei mitunter ein, etwa bei Beruf oder Hobby. „Ich habe mir viel zu viele Gedanken gemacht. Was man sich zu Hause überlegt hat, ist auf der Bühne sowieso weg“, so erste Erfahrungen der 18-Jährigen. Sie habe schon
gelernt und sei sicherer geworden. Wer mit zittriger Stimme vor Publikum und Jury stehe, habe keine Chancen.

Eltern stolz, wie sich Johanna präsentiert

„Es hilft ungemein, wenn jemand im Publikum sitzt, den man kennt. Man fühlt sich wohler“, sagt Johanna. Deshalb werden die Eltern, die wie die des Vaters in Warin wohnen, auch in Rust dabei sein. Wobei es gar nicht so einfach gewesen sei, Karten zu bekommen, sagt Holger Nedel, ein gebürtiger Wariner. „Es macht stolz, wie sich Johanna präsentiert, Mensch Donnerwetter. Sie entwickelt sich dabei, macht es aber nicht zu doll, behält ihre Natürlichkeit.“

Das sei ihr sehr wichtig, sagt die 18-Jährige. Sie wolle „ich selbst bleiben, sich nicht verstellen, um anderen zu gefallen“, ganz gleich, wie sie jetzt abschneide. Sicher hoffe sie auf eine vordere Platzierung, „unter den ersten Drei wäre klasse“. Selbst wenn es nicht so komme, breche keine Welt zusammen. Als 18-Jährige habe sie es ohnehin schwerer als andere, die älter sind und öfter dabei waren. „Ich habe es in das Camp geschafft, das ist eine Erfahrung, die ich wohl nie wieder machen werde.“ Am 27. Januar geht es nach Rust, dann zehn Tage nach Fuerteventura und wieder zurück in den Europark mit Stylings, Fotoshootings und Shopping – drei Wochen am Stück bis zum großen Tag.

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