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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. August 2017 | 07:41 Uhr

Warin/Borkow : Zwei Bürgermeister-Stichwahlen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

In Warin stehen sich Michael Ankermann und Christian Mews gegenüber, in Borkow Regina Rosenfeld und Olaf Lorenz.

An diesem Sonntag wird es noch einmal spannend: In Warin und Borkow findet die Stichwahl
zum Bürgermeister statt. Die jeweils zwei Bewerber, die die meisten Stimmen erhielten, aber keine absolute Mehrheit schafften, müssen noch einmal auf die Wählergunst hoffen. Bürgermeister wird nun, wer mehr Stimmen als der Gegenkandidat auf sich vereint. Sollte der wahrlich seltene Fall eintreten, dass beide genau die gleiche Zahl erreichen, wird gelost, erfuhr SVZ auf Nachfrage bei Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt, Wahlleiter im Amt Sternberger Seenlandschaft. Hier sei das in den fast 25 Jahren seit der Wende aber noch nie vorgekommen.

In Warin hatte es bei der Wahl am 25. Mai vier Bürgermeisterkandidaten gegeben. Amtsinhaber Michael Ankermann (CDU) verwies mit
752 Stimmen Herausforderer Christian Mews (SPD/
541) auf den zweiten Rang. Die weiteren Stimmen verteilten sich auf Hans-Peter Gossel (Wählervereinigung Für Warin/316) und Andreas Spriewald (Die Linke/157). In welchem Umfang die beiden Kandidaten am Sonntag aus dieser Anhängerschaft Stimmen gewinnen können, dürfte für die Stichwahl entscheidend sein.

Michael Ankermann lag auch bei der Wahl zur Stadtvertretung mit 987 Stimmen vorn. Auf den zweiten Rang kam hier ebenfalls Christian Mews (695). Auf diesem Stimmzettel konnten drei Kreuze gemacht werden, entweder für einen Kandidaten oder verteilt auf bis zu drei.

Bemerkenswert war die Wahlbeteiligung. Im Wariner Rathaus gaben von 991 Wahlberechtigten 871 ihre Stimme ab. Das ergibt 87,89 Prozent, so viel wie sonst nirgends in der Region. Die beiden anderen Wariner Wahllokale lagen dagegen unter 50 Prozent. Aus der Stadt
sowie den Ortsteilen Allwardtshof, Groß Labenz, Klein Labenz, Mankmoos, Pennewitt und Wilhelmshof waren insgesamt 2948 Bürger zum Urnengang aufgerufen. 60,3 Prozent machten, die drei Lokale zusammen genommen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Denkbar knapp ging das Votum am 25. Mai in Borkow aus. Die beiden Erstplatzierten trennten sieben Stimmen: Herausforderer Olaf Lorenz (Die Linke) kam auf 84, Amtsinhaberin Regina Rosenfeld (SPD) auf 77. Maik Orzessek von der Wählergemeinschaft Schlowe brachte 55 Bürger der Gemeinde hinter sich. Wie sie an diesem Sonntag entscheiden, dürfte den Ausschlag geben. Die Wahlbeteiligung war mit 59,45 Prozent ähnlich wie in Warin.

Eines dürften alle Bewerber gemeinsam haben: Sie hoffen, dass die Bürger noch einmal zahlreich von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Denn mehr Stimmen als der Gegenkandidat auf sich zu vereinen, sei das eine Ziel, von einer möglichst großen Anzahl der Bürger gewählt zu werden, das andere.

Von den Kommunen in der Region, in denen am 25. Mai mehr als zwei Bürgermeister-Kandidaten antraten, ist Brüel die einzige, in der schon im ersten Wahlgang die Entscheidung fiel. Amtsinhaber Jürgen Goldberg (Die Linke) schaffte mit 662 Stimmen, das sind 58,38 Prozent, die absolute Mehrheit. Torsten Lange (SPD/347) und Birgit Jepsen (Bürgergemeinschaft der Gemeinde Brüel/125) kamen auf 30,6 bzw. 11,02 Prozent.

Im Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, zu dem Ventschow gehört, findet in den Gemeinden Bobitz und
Metelsdorf ebenfalls eine Stichwahl statt.

Die Bürger im Landkreis Nordwestmecklenburg entscheiden in einer Stichwahl am Sonntag auch über ihren Landrat, so dass in Warin zwei Stimmzettel ausgegeben werden. Kerstin Weiss (SPD/33,4 Prozent), stellvertretende Landrätin aus Dassow, und Gerhard Rappen (CDU/32,9 Prozent) aus Oberhof, der seit dem Wechsel von Birgit Hesse (SPD) auf einen Ministerstuhl in Schwerin als Landrat amtiert, hatten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert und weitere fünf Bewerber hinter sich gelassen. Björn Griese aus Warin (Die Linke/15,7 Prozent) wurde Dritter.

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erstellt am 12.Jun.2014 | 17:09 Uhr

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