Sternberbger Burg : Zur Einkehr für alle Insekten

Die Seniorin Irmgard Klink aus Sternberger Burg ist umgeben von pflanzlichen Raritäten und Tieren . Neuestes Projekt: ein Insektenhotel.

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10. Juni 2016, 21:16 Uhr

Wer einmal zu Irmgard Klink zu Besuch nach Sternberger Burg kommt, der fühlt sich wie in eine anderen Welt versetzt. Das 2600 Quadratmeter große Areal entführt in ein florales Umfeld voller Raritäten und Natur-Schönheiten, wie man sie selten in unseren Breiten erlebt. Da finden sich beispielsweise ein Immergrüner Urwald-Mammutbaum, der das erste Mal nach 25 Jahren blüht. Hier wachsen auch der seltene Echte Tulpenbaum (Magnolie) mit seinen riesigen Blüten, Unechte Magnolien, Gurkenmagnolien. In einer anderen Ecke verzaubern ein Kuchenbaum, ein Taschentuchbaum, ein Judasbaum, ein Ingockbaum, ein Trompetenbaum, eine Schillerlocken-Korea-Tanne, Tamarisken und viele andere. Und nicht zu vergessen: ein Schokoladenwein-Busch. Neben bzw. zwischen diesen Baum- und Buscharten eine Unzahl von blühenden Gewächsen wie Hortensien (Eichenblatt-Hortensie), verschiedene Rhododendren, Zierkirschen, der rosa blühende Winter-Schneeball, seltener Flieder usw.

Als Irmgard Klink vor 16 Jahren hierher zog, gab es noch keinen einzigen Strauch auf dem Gelände. Das, was jetzt hier grünt und blüht, hat Irmgard Klink in Jahren mühevoller Arbeit allein angelegt. Denn die 74-Jährige ist Hobbygärtnerin mit Leib und Seele. Doch die Pflanzen- und Blumenwelt ist nicht das einzige, was Irmgard Klink an der Natur reizt. Sie hat noch mehrere Leidenschaften. Zum Beispiel eine riesige Gesteinssammlung. So ist die gesamte Garten- und Hofanlage mit verschiedensten Steinen ausgelegt, die Irmgard Klink im Laufe der Jahre gesammelt hat. Dazwischen viele steinerne Tiere und andere Figuren. Sie ist also steinreich.

Eine weitere Leidenschaft von Irmgard Klink ist ihr Fischteich. Hier hält die Seniorin neben Goldfischen auch die seltenen Kois (japanische Karpfen); insgesamt elf Stück. „Vor acht Jahren hat man mir zwölf Kois gestohlen. Daraufhin habe ich mehrere versteckte Kameras einbauen lassen“, erzählt die Naturfreundin. Und dann nimmt sie einen Eimer mit Fischfutter-Pellets, geht zum Teich und ruft „Kommt, kommt, kommt!“ Und die Kois gehorchen ihr aufs Wort und lassen sich füttern.

Die neueste Errungenschaft von Irmgard Klink ist jedoch ein Insektenhotel. Wobei: Eine Errungenschaft ist es in dem Sinne nicht. Das Hotel ist vielmehr ein Geschenk ihrer Schwester Rosemarie Brauer aus Parchim. Die 67-Jährige sei, wie Irmgard Klink erzählt, eine richtige Gartenbaumeisterin, der alles gelinge, was sie in die Hand nimmt. Schon vieles hat Rosi Bauer ihrer Schwester nach Sternberger Burg gebracht; aus Stein, Holz und anderen Materialien. „Doch ein Insekten-Hotel habe ich mir schon immer gewünscht“, erzählt sie strahlend. Inzwischen seien Erdbienen, Hummeln, Florfliegen usw. in die Hotel-Absteige eingekehrt. Und es ist eine Freude, dem Summen, Brummen, Flattern zuzuhören. Es ist halt wieder mal „Eincheck-Zeit“.

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