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Tödlicher Unfall auf A14 : „Zum Glück passiert das nicht allzu häufig“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Tragischer Verkehrsunfall bei Krad-Bergung auf A14 / Ford kracht in die Pannenstelle / Wehren aus Warin und Jesendorf alarmiert.

von
erstellt am 03.Aug.2014 | 11:05 Uhr

Ein 50-jähriger Kradfahrer ist am Freitagabend gegen 20 Uhr auf der Bundesautobahn A14 kurz vor dem Kreuz Wismar auf tragische Weise ums Leben gekommen. Der Mann aus Sachsen-Anhalt war mit dem Motorrad liegen geblieben. Während der Bergung seines Zweirades durch ein Abschleppunternehmen stand er zusammen mit dem 36-jährigen Mitarbeiter zwischen dem Bergefahrzeug und dem mitgeführten Anhänger.

Ein 56-jähriger Fahrer eines Ford Mondeo aus der Doberaner Gegend war derweil möglicherweise unaufmerksam. Als er dem Abschleppfahrzeug ausweichen und auf die linke Fahrspur wechseln wollte, bemerkte er dort einen weiteren Pkw. Durch die Gegenlenkbewegung verlor der Unfallverursacher die Kontrolle über seinen Ford. Er kam rechts auf die Standspur und kollidierte hier mit dem Anhänger des Abschleppfahrzeuges. Durch die Wucht des Aufpralls erlitt der Kradfahrer tödliche Verletzungen.

„Zum Glück passiert das nicht all zu häufig“, meinte dazu der Dienst habende Beamte im Metelsdorfer Autobahn-Polizeirevier am Sonnabend gegenüber SVZ. Kurz zuvor um 17.30 Uhr hatte die Nachtschicht, die den tragischen Unfall tags zuvor aufnehmen musste, wieder ihren Dienst angetreten.

Der Fahrer des Abschleppfahrzeuges erlitt bei dem Crash schwere Verletzungen und wurde ins Wismarer Krankenhaus gebracht. Der Unfallverursacher kam mit leichten Verletzungen davon. Die Höhe des Sachschadens muss laut Polizei noch ermittelt werden.

Um 20.24 Uhr heulten die Sirenen in Warin. Die Leitstelle Schwerin hatte die örtliche Feuerwehr zum Einsatz auf die A14 alarmiert. „Laut Leitstelle sei dort ein Motorrad mit einem Pkw kollidiert und in dessen Folge sollten nun Betriebsstoffe auslaufen“, berichtet Löschmeister Torsten Ries, der ergänzt: „Doch vor Ort stellte sich alles anders da. Da wird einem wieder einmal klar, wie schnell so ein Leben vorbei sein kann.“

Für die Wariner Wehrleute, die mit 17 Frauen und Männern angerückten, gab es nichts zu tun. Ries: „Nach 30 Minuten war der Einsatz beendet.“ Vor den Warinern war bereits die Jesendorfer Wehr mit acht Mann vor Ort.

Die A14 war von 20.20 Uhr an für über sechs Stunden bis Samstagfrüh um drei Uhr an der Unfallstelle voll gesperrt. Das galt auch für die Anschlussstelle Jesendorf in Richtung Norden. Der Verkehr wurde während dieser Zeit über die L 101 nach Büschow und weiter auf der B 192 bis zur A20-Anschlussstelle Zurow und umgekehrt umgeleitet.

Derweil hat Wismars Kripo die Ermittlungen mit Hilfe eines Dekra-Sachverständiger aufgenommen.

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