Sternberg : Zu viel Verkehr vor der Grundschule

An dieses Verkehrszeichen gegenüber der Alexander-Behm-Grundschule in Sternberg halten sich so einige Pkw-Fahrer nicht. Es untersagt montags bis freitags zwischen 7 und 15 Uhr die Durchfahrt zum hinteren Parkplatz am DRK-Seniorenzentrum.
1 von 2
An dieses Verkehrszeichen gegenüber der Alexander-Behm-Grundschule in Sternberg halten sich so einige Pkw-Fahrer nicht. Es untersagt montags bis freitags zwischen 7 und 15 Uhr die Durchfahrt zum hinteren Parkplatz am DRK-Seniorenzentrum.

Lehrer und Eltern beschweren sich, dass vor der Alexander-Behm-Schule in Sternberg trotz Verbots

zu viel Pkw-Verkehr rollt. Das DRK sucht eine Lösung.

von
05. September 2012, 08:04 Uhr

Sternberg | Das Chaos vom ersten Schultag hat sich nicht wiederholt. Doch die Verkehrssituation vor der Alexander-Behm-Schule in Sternberg wird vor allem von Lehrern und Eltern weiterhin kritisch gesehen. Stein des Anstoßes ist der Pkw-Verkehr zum hinteren Parkplatz am DRK-Seniorenzen trum. Der habe zu manchen Zeiten Überhand genommen, es werde mitunter auch zu schnell gefahren. Und das, obwohl montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr die Durchfahrt sogar verboten ist, außer für Bus- und Lieferverkehr.

Die Grundschüler müssen über diese Zufahrtsstraße zum Sport unterricht in die Turnhalle. "Bei uns gibt es Beschwerden von der Schule und von Eltern, teils recht ungehalten", bestätigt Eckardt Meyer, Leiter des Ordnungs amtes. "Wir müssen handeln." Wegen der verschärften Situation habe es einen Termin vor Ort gegeben mit Polizei, Verkehrsbehörde des Landkreises, DRK und Stadt. "Wir können nicht vor paar Jahren den Standort mit hohen Kosten sicherer machen und das dann wieder aufweichen", so Meyer.

Vor dem Bau des neuen Pflegeheimes und dessen Außenanlagen hatte das DRK bei der Stadt angefragt, ob der Lieferverkehr die Straße nutzen könnte. Mehr nicht. "Dazu stehe ich auch", sagt Steffen Kanert, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Parchim. Mit dem Lieferverkehr sah die Stadt keine Probleme, ist von Bürgermeister Jochen Quandt zu erfahren, denn in der Regel kämen die Fahrzeuge früh morgens vor dem Schulbetrieb.

Die Planer hätten dann die jetzt in die Kritik geratene Variante zu Papier gebracht. Die sei durch alle Prüfinstanzen gegangen, "wir haben auch die Baugenehmigung erhalten", so Kanert. Die Parkplätze und deren Zufahrt aber habe anscheinend niemand genau beachtet. "Das ist schon kurios, wir haben einen Haufen Parkplätze und können sie nicht nutzen." Den Mitarbeitern sei inzwischen schriftlich untersagt worden, den Parkplatz zu benutzen. Dabei würden die meisten bis 7 Uhr zur Arbeit kommen, bevor das Durchfahrtsverbot gilt. Nur dürften sie theoretisch erst nach 15 Uhr wieder herausfahren. Das Gleiche trifft übrigens auf Angehörige zu, die Bewohner im Seniorenzentrum besuchen. Die möchten gern nahe dem Haus parken, zumal sie oft was mitbringen. Dafür gäbe es allerdings Möglichkeiten über die bisherige Zufahrt gleich hinter der alten Einrichtung.

Wer sich als Autofahrer über das Verbotszeichen hinweg setze, müsse eben damit rechnen, zur Kasse gebeten zu werden, zeigt Kanert Verständnis für Kontrollen der Polizei. Dem Chef des Ordnungsamtes sind jedoch schon die verschiedensten Ausreden zu Ohren gekommen. Eine davon sei, dass die Schilder zu hoch angebracht seien und deshalb vom Pkw aus übersehen werden. "Die sind exakt nach Vorschrift angebracht. Weil dort ein Gehweg ist, sind darunter 2,20 Meter lichte Höhe vorgeschrieben", erläutert Eckardt Meyer. Wegen der Zusatzschilder wurde freilich nach oben etwas mehr Platz gebraucht als üblich.

Das DRK hat schon mehrere Ideen für eine andere Lösung entwickelt, betont der Kreisgeschäftsführer, beispielsweise eine Schranke. Doch die sei verworfen worden, weil die Lieferanten wechseln. Und die würde auch nicht wenig Geld kosten. "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen und miteinander das Problem angehen", so Kanert. Die Lösung müsse wirtschaftlich sein und fair gegenüber den Mitarbeitern. Das DRK lasse prüfen, was ein Durchbruch von der alten Zufahrt zu dem neuen Parkplatz kosten würde. Danach werde entschieden, ob das in Frage komme. Für Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt wäre das die beste Lösung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen