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Neujahrs-Schreck in Dabel : Zigarettenautomat fliegt bis zum Nachbarhaus

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Große Wucht der Sprengung mittels Pyrotechnik in der Neujahrsnacht / Augenzeugin sieht „zwei Jungs weglaufen“

von
erstellt am 01.Jan.2015 | 20:12 Uhr

Großer Schreck in der Morgenstund’ des neues Jahres in der Dabeler Schillerstraße 4: „Ich konnte nicht mehr schlafen“, bekannte Monika Krause gestern Vormittag gegenüber SVZ. Eine gewaltige Detonation sowie riesiger Qualm in der Folge schreckten Monika und Lothar Krause – er war bis zu seiner Pensionierung im August 2014 als Kontaktbeamter bei der Sternberger Polizei tätig – in der Silvesternacht auf. Der auf der Straßenseite gegenüber am „Dat Lütt Caféhus“ von Britta Mohr aufgestellte Zigarettenautomat war durch Pyrotechnik gesprengt worden. „Das ist so zwischen halb Zwei und zwei Uhr passiert, wir waren gerade von der Silvesterfeier bei der Tochter zurück, die wohnt gleich um die Ecke“, so die Dabelerin. Krauses waren noch wach, saßen im Wohnzimmer. Da bemerkte die Frau, „wie zwei Jungs ein ganzes Bündel an Pyrotechnik in den Automaten steckten. Als ich nach der Detonation die Tür aufmachte, liefen sie weg, rechts rein in die Pieck-Straße.“ Die Zigaretten lagen überall verstreut auf der Schillerstraße, die alarmierte Sternberger Polizei sammelte diese ein.

Dabei hatten alle noch Glück. Die Sprengwirkung war nämlich so heftig, dass die Vorderfront des Zigarettenautomaten über gut und gerne 15 Metern durch die Luft flog, gegen die rechte Ecke des Krauseschen Einfamilienhauses oberhalb der Fensterfront krachte, um dann rechts neben dem Gebäude auf der gepflasterten Einfahrt endgültig zu landen. An der erst im August frisch verputzten Fassade ist eine kleine Aufprallstelle als „Andenken“ zu sehen. Die Folgen der Explosion hätten auch ganz andere sein können. Wäre die Automatenfront nur etwas weiter nach links abgedriftet, hätte das wie ein Geschoss wirkende Teil locker die Fensterscheibe des Krauseschen Wohnzimmers durchschlagen können. In dem Raum hielt sich das Ehepaar zum Tatzeitpunkt auf.

„Unglaublich, gibt’s gar nicht! Auch die Jungen hätten Glück gehabt“, meinte ein ungenannt bleiben wollender Mann aus der Nachbarstraße, der mit dem Auto anhielt, um per Handy-Kamera Fotos von den Automatenresten zu schießen.

Monika Krause meinte abschließend: „Nachts wurde in der Vergangenheit immer wieder mit Füßen gegen den Automaten getreten. Wie die Bekloppten, anders kann man es nicht bezeichnen. Der Automat muss hier weg, sonst mache ich eine Eingabe!“

Ob die Sprengung „aus krimineller Absicht oder aus Übermut von Jugendlichen geschah“, war laut Ullrich Schorstein, Polizeiführer vom Dienst in der Rostocker Leitstelle, „derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen“, so der Polizeiführer auf Nachfrage unserer Redaktion.
 

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