Sonderzug „Sternberger Land“ : Zeitreise mit der Dampflok

Schnaufend und mit einer dicken Dampfwolke läuft der Sonderzug gestern Nachmittag in Sternberg ein.
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Schnaufend und mit einer dicken Dampfwolke läuft der Sonderzug gestern Nachmittag in Sternberg ein.

Dampf, Öl, der Geruch von Kohle - Reisen unter Dampf war das Thema des Sonderzuges mit der Güterzug-Dampflok der Baureihe 52 auf der Strecke Lübeck-Sternberg.

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24. August 2015, 12:00 Uhr

Fast pünktlich lief der Sonderzug „Sternberger Land“ mit der Dampflok 52  8131 an der Spitze gestern gegen 14.50 Uhr in den sonst verwaisten Bahnhof ein, von einer Schar Schaulustiger schon erwartet. Er kam mit einem Speisewagen der DDR-Reichsbahn sowie vier original „Silberlingen” der Bundesbahn von Lübeck, fuhr bis Dabel und wieder zurück. Die meisten Fahrkarten habe er für die gesamte Strecke verkauft, erfuhr SVZ von Schaffner Robert Förster, der das auch im Alltag macht. In Wismar und Blankenberg seien aber auch noch zahlreiche Eisenbahnfreunde zugestiegen.

„Schade, dass der Halt hier so kurz war“, bedauerte Jörg Zissler in Sternberg, nachdem seine Kamera Schwerstarbeit verrichtet hatte. In Sternberg aufgewachsen, war er eigens aus Lübstorf bei Schwerin gekommen, um den Zug zu sehen. „Vielleicht fahre ich noch weiter nach
Dabel.“

Jens Klippstein hatte seine Aufnahmetechnik auf einem Stativ aufgebaut. Er war dem Zug von Lübeck aus immer mit dem Auto voraus, um ein Begleitvideo zu drehen. Das sei im Internet kostenlos zu sehen, bei YouTube oder über Google, wenn die Nummer der Dampflok angegeben wird. An allen Stationen habe er bekannte Gesichter gesehen, sagte Klippstein schmunzelnd. „Die Eisenbahnwelt ist eben sehr klein.“

Axel Becker, Geschäftsführer von EcoMotion, hatte sich diesmal im Freizeitlook mit Ehefrau Monika am Sternberger Bahnhof postiert. Dieses Ereignis wollten sich beide nicht entgehen lassen. Das Unternehmen hat die vor Jahren still gelegte Bahnstrecke erworben und damit ihr unwiderrufliches Ende verhindert. Zweimal pro Woche rollt ein Zug mit Biodiesel darüber. Dass das Gleis auch mal auf andere Weise genutzt wird, freut den EcoMotion- Geschäftsführer.

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