Sternberg : Zehn neue Wohnungen in Altstadt

Die Sanierung der Häuser in der Altstadt sieht Bürgermeister Jochen Quandt als großen Erfolg für Sternberg.
Die Sanierung der Häuser in der Altstadt sieht Bürgermeister Jochen Quandt als großen Erfolg für Sternberg.

Der Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt antwortet auf Fragen der SVZ zum vergangenen Jahr und zu 2016.

von
03. Januar 2016, 17:56 Uhr

Das neue Jahr hat gerade begonnen – das ist der Zeitpunkt für eine Rückschau und einen Ausblick auf 2016. Redakteur Rüdiger Rump stellte seine Fragen dem Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt.

Es wurde häufig Rückschau auf die 25 Jahre nach der Wende gehalten. Was sind für Sie die wichtigsten Ergebnisse 2015?
Jochen Quandt: Zu den wichtigsten Ergebnissen im investiven Bereich gehören die Erneuerung der Philipp-Müller-Straße, die Fortsetzung der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie und die Sanierung weiterer Häuser durch die Sternberg Immobilien GmbH & Co KG.
Das Besondere bei der Erneuerung der Philipp-Müller-Straße ist, dass es uns gelang, dass die Telekom gleichzeitig ihre oberirdischen Telefonleitungen in die Erde verlegt hat, sowie HanseWerk und die Sternberger Stadtwerke ihre Versorgungsleitungen mit erneuert haben.

Durch die Immo wurden 2015 die Häuser Markt 10 und Kütiner Straße 11 saniert, und es wurde mit der Sanierung Rittersitz 25 und Kütiner
Straße 6 begonnen. Mit Fertigstellung dieser Objekte stehen weitere zehn Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten im Altstadtbereich zur Verfügung. In sieben Straßen der Stadt erfolgte die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie. Ich möchte auch gerne die Leistungen der Mitarbeiter des Bauhofes erwähnen. Sauberkeit und viele Blumenanlagen haben das Aussehen unserer Stadt durch die Arbeit der Bauhofmitarbeiter wesentlich aufgewertet.

2015 gab es auch wieder viele Veranstaltungen, die ehrenamtlich vorbereitet und durchgeführt wurden. Ich denke unter anderem an das Landesrapsblütenfest, den Heimatabend im Museumshof, das Rosenfest, das DRK-Sommerfest, den Drachenboot-Cup, die Motocrossveranstaltung, den Jedermann-Triathlon und Städtevergleichskampf sowie Finn-Cup im Segeln. Allen Ehrenamtlern für dieses Engagement im kulturellen und sportlichen Bereich ein herzliches Dankeschön.

Auch wir als Sternberger hatten uns im Jahr 2015 einer ganz neuen Aufgabe zu stellen, nämlich der Unterbringung , Betreuung und Integration von Flüchtlingen. Ich meine, dass uns das insgesamt sehr gut gelungen ist. Möglich wurde dies nur durch das persönliche Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer und Vereine unserer Stadt. Dafür sage ich allen Beteiligten Dankeschön.

Worüber haben Sie sich im zu Ende gehenden Jahr am meisten geärgert?
Bei allem Positiven gibt es natürlich immer wieder kleine und große Ärgerlichkeiten. Sehr enttäuscht bin ich von der Entwicklung des Seehotels. Nach großer Hoffnung im Sommer folgte kurz nach der Neueröffnung die große Enttäuschung mit der Schließung des Seehotels zum 31.September 2015. Es ist nicht nur Stadtbild prägend, sondern auch wichtig für die touristische Entwicklung in der Region. Hinzu kommt, dass das Seehotel den einzigen Saal für größere Veranstaltungen und Tagungen beherbergt. Es wird unsere Aufgabe sein, Hilfe bei der Suche nach einem neuen Eigentümer bzw. Betreiber zu geben und diesen bei der Fortführung des Hotels zu unterstützen. Die Folgen einer längeren Schließung möchte ich mir nicht vorstellen.

Sie sind nur noch vier Monate im Amt. Was wollen Sie in der Zeit unbedingt erledigt wissen?
Vier Monate sind eine kurze Zeit im kommunalpolitischen Leben. Größere Projekte lassen sich da nicht mehr verwirklichen. Anschieben kann man das eine oder andere dennoch. Unbedingt auf den Weg bringen möchte ich die Entscheidung zur weiteren Betreibung des Sternberger Heimatmuseums. Gegenwärtig lassen wir dazu extern, aber unter Einbezug örtlichen Sachverstandes, eine Entwicklungskonzeption erarbeiten. Ziel ist es, Aussagen zur inhaltlichen Museumsarbeit, zur Betreibung und zur erforderlichen Sanierung zu bekommen. Daraus werden dann die Beschlüsse der Stadtvertretung im Jahre 2016 abgeleitet.

Mein Ziel ist es weiterhin, die vier verbleibenden Monate dafür zu nutzen, die Sternberg Immobilien GmbH & Co KG gemeinsam mit unserem Mitgesellschafter Herrn Norbert Rethmann strategisch so aufzustellen, dass auch nach Abarbeitung der Investitionsliste und dem Wegfall von Städtebaufördermitteln weitere Gebäudesanierung in der Altstadt durch die Gesellschaft durchgeführt werden kann. Bedarf ist trotz positiver Entwicklung noch vorhanden.

Gibt es etwas, das Sie ihrem Nachfolger ans Herz legen würden?
Es gibt mit Sicherheit Dinge, die ich meinem Nachfolger gerne ans Herz legen würde. Andererseits sind das auch immer indirekte Ratschläge, die man so mit auf den Weg gibt. Ich halte nicht viel davon, ungebetene Ratschläge und schon gar nicht in der Öffentlichkeit, zu erteilen. Bei der persönlichen Amtsübergabe werde ich sicherlich einige Dinge ansprechen und dazu meine Sichtweise darlegen. Ansonsten wird mein Nachfolger seinen eigenen Weg gehen müssen und auch gehen.

Noch aber steht der Nachfolger nicht fest. Zwei Kandidaten stehen am 21. Februar 2016 zur Wahl. Und ich wünsche mir eine hohe Wahlbeteiligung, damit auch mein Nachfolger den nötigen Rückhalt bei den Einwohnern der Stadt hat.

Was wünschen Sie sich persönlich im neuen Jahr?
In erster Linie wünsche ich mir Gesundheit für meine Familie und mich. Dann werden alle anderen Wünsche und Aufgaben realisierbar sein. Ansonsten wünsche ich mir, dass die Welt insgesamt wieder friedlicher wird und die Krisen- und Kriegsgebiete eingedämmt werden können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen