Sternberg : Zaun versperrt Kanuten den Weg

Zutritt unmöglich: Der Schwimmsteg bei Zaschendorf ist von einem Zaun eingeschlossen.
Zutritt unmöglich: Der Schwimmsteg bei Zaschendorf ist von einem Zaun eingeschlossen.

Einsatzstelle an der Warnow bei Zaschendorf ist abgeriegelt: Anlage soll jetzt an Gemeinde Kuhlen-Wendorf übertragen werden

23-11368066_23-66107911_1416392282.JPG von
06. April 2018, 05:00 Uhr

Kanusportler sind entsetzt. Kurz vor der Saison ist ein wichtiger Ort an der Warnow, wo sie ihre Boote zu Wasser lassen, mit einem Zaun versperrt: bei Zaschendorf. Erst 2016 war der Schwimmsteg als ein Pilotprojekt des Naturparks Sternberger Seenland in Betrieb gegangen. Im Vorjahr wurde er die zweite Saison genutzt. Bis er abgesperrt war. Das soll nach SVZ-Informationen durch einen Mitarbeiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) passiert sein. Pikant: Der Zaun soll auf kommunalem Land der Gemeinde Kuhlen-Wendorf stehen.

Begründet wurde das mit nicht ausreichenden Genehmigungen. Die Übertragung der Anlage auf die Gemeinde Kuhlen-Wendorf wird vorbereitet, erklärt Armin Taubenheim, Chef der Verwaltung im Sternberger Rathaus. Damit sollen Versicherungsfragen geklärt sein. Der Zaun könne dann abgebaut werden.

In einer Landesbehörde wird am Vertrag gefeilt. „Wir sind im Gespräch“, bestätigt Jan Lippke, stellvertretender Leiter der Naturparkverwaltung. Für Mitte April sei ein Treffen im Stalu vereinbart.

Dabei geht es um die neuen Schwimmstege, die entsprechend dem Wasserwanderkonzept an mehreren Orten im Amtsbereich Sternberger Seenlandschaft geplant sind. Und deren Einrichtung für die Kommunen gratis ist. Neun Zehntel der Kosten fließen über ein Programm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raums, kurz Leader genannt. Das restliche Zehntel zahlt der Naturpark. Nach dem Vorbild Zaschendorf hat die Stadt Sternberg im vergangenen Jahr die Einsatzstellen an der Brücke in Sagsdorf an der Warnow und in Sternberger Burg an der Mildenitz erneuert. Dabei war der Mildenitz-Standort ersatzweise verwirklicht worden, anstelle des Wasserwanderrastplatzes am sogenannten Krautziehplatz zwischen Sternberger Burg und Groß Görnow. Dort gab es keine Genehmigung vom Stalu, sagt Taubenheim. Das Amt schlage als Alternative einen Standort 100 Meter weiter auf der Wiese vor. „Wir brauchen ihn aber an der Brücke.“ Übrigens: Die strittige Fläche für den Schwimmsteg hatte die Kommune dem Land übertragen, damit die Anlage zum Entkrauten entstehen konnten.

Weitere Schwimmstege für Kanuten plant das Amt Sternberger Seenlandschaft in Alt Necheln, an der Fischtreppe in Weitendorf und in Gustävel. Wobei noch Fragen zu klären sind. In Weitendorf gibt es ebenfalls einen Krautziehplatz, in Gustävel hat das Amt Kontakt mit einem Grundstückseigner gesucht. Kanuanbieter meinen, dass auch in Schönlage investiert werden müsste.

Das Fördermittelprojekt ist bis 2020 begrenzt, sagt Armin Taubenheim. Dieses Jahr müssen die Anträge für den Bau gestellt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen