Zaschendorf/Grabow : Zaschendorfer Fall offenbar aufgeklärt

Gestohlener Opel-Kleintransporter in Grabow entdeckt / 18-jähriger Serientäter in Untersuchungshaft

23-11371790_23-66107974_1416392433.JPG von
03. Januar 2020, 05:00 Uhr

Das ging schnell: Der doppelte Kleintransporter-Diebstahl vom 29. Dezember in Grabow sowie Zaschendorf in der Gemeinde Kuhlen-Wendorf scheint aufgeklärt. Als dringend tatverdächtig wurde laut Polizeisprecher Klaus Wiechmann von der Ludwigsluster Inspektion am Silvestermorgen ein 18-jähriger Grabower vorläufig festgenommen und noch am gleichen Tag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser veranlasste Untersuchungshaft.

Der 18-Jährige ist der Polizei „hinlänglich bekannt“ und saß „bis Ende Oktober in Haft“. Er hatte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verbüßt, der Rest war auf Bewährung ausgesetzt worden.

Die Delikte sind immer die Gleichen: Pkw-Unterschlagungen in Autohäusern als vermeintlicher Interessent bei Probefahrten, von denen er nicht zurückkehrte; Diebstahl von Autos sowie Fahren ohne Führerschein.

Dabei hat es der Teenager stets auf Autos abgesehen, die, so Wiechmann, „nicht verschlossen sind. In einem Fall hat er auch ein Auto mit laufendem Motor entwendet, wo der Fahrer nur mal kurz ausgestiegen war. Eine Minute später war das Auto weg.“

Den in Zaschendorf entwendeten Kleintransporter, der laut Ermittler unverschlossen auf einem Privatgelände stand, fand die Polizei nach Zeugenhinweis am Abend des 30. Dezembers „verschlossen unweit seines Hauses in Grabow“.

In der Kleinstadt hatte der dringend Tatverdächtige am 29. Dezember einen ebenfalls unverschlossenen Ford-Transporter gestohlen und war damit bis nach Zaschendorf gefahren, um ihn dort abzustellen und umzusteigen ins nächste Auto. Wieso er wusste, hier ein unverschlossenes Auto vorzufinden, oder ob es Zufall war, darüber rätseln die Ermittler. Denn der kleine Ort im Sternberger Seenland liegt nicht mal gerade um die Ecke aus Grabower Sicht.

Die Ermittler haben im jüngsten Fall herausgefunden, dass der dringend tatverdächtige 18-Jährige mit dem in Grabow entwendeten Fahrzeug auf dem Weg nach Zaschendorf „einen Kumpel in Schwerin besuchte“. Zudem war der Serientäter laut Wiechmann in der Vergangenheit bei seinen ,Spritztouren‘ mit gestohlenen Fahrzeugen „in der Region Rostock unterwegs. Dort hat er auch Kontakte“.

In den Raum Rostock wollte der Serientäter offenbar am 26. November 2019, als er mit einem in Grabow gestohlenen Kleintransporter auf der Autobahn 20 zwischen Zurow und Neukloster verunglückte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen