sternberg : Wunsch: Für alte Menschen da sein

Zur ganzheitlichen Pflege gehören auch beim Umgang mit einer „störrischen“ Zeitung zu helfen oder auch einmal nur ein nettes Wort zur rechten Zeit, wie hier bei Frau Dahnke im Wohnbereich 3. Links Fenja Görtemöller, rechts Anika Koynowski.
Zur ganzheitlichen Pflege gehören auch beim Umgang mit einer „störrischen“ Zeitung zu helfen oder auch einmal nur ein nettes Wort zur rechten Zeit, wie hier bei Frau Dahnke im Wohnbereich 3. Links Fenja Görtemöller, rechts Anika Koynowski.

Arbeit mit jungen Menschen hat in allen Bereichen des DRK-Seniorenzentrums Tradition.

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07. November 2015, 14:59 Uhr

Im betreuten Wohnen im DRK-Seniorenzentrum Sternberg zu Hause, können Bruno Pischel und Hans-Hermann Wacks die im Haus geleistete Tätigkeit der Mitarbeiter sehr gut verfolgen. Beide engagieren sich hier auch im Heimbeirat. „Wir finden es gut, dass die Arbeit mit jungen Menschen in allen Bereichen des Seniorenzentrums eine gute Tradition hat“, sagt Pischel. In der Öffentlichkeit werde über darüber aber kaum gesprochen. „Liegt es an der Bescheidenheit der Beschäftigten oder an ihrer hohen Arbeitsbelastung? Denn es gibt so viel darüber zu berichten.“

Anika Koynowski beispielsweise hat die Pflege alter Menschen zu ihrem Beruf , zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Sie wohnt in Mustin, hat 2013 am Gymnasium in Sternberg ihr Abitur ablegte, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im DRK-Seniorenzentrum geleistet und im Juli 2014 ein Studium an der Hamburger Fernhochschule begonnen. Studienziel ist der Bachelor of Arts im Bereich Pflegemanagement mit einer Studiendauer von sieben Semestern. Sie hat in jedem Semester in vier Prüfungen ihren Wissensstand nachzuweisen und in jedem Monat zwei bis drei Seminartage in Hamburg zu absolvieren. Schwerpunkte ihres Fernstudiums sind Pflegewissenschaft, Mitarbeiterführung, Rechnungswesen, Organisationsmanagement, Gesundheitsökonomie u.a.m. „Das Fernstudium in Hamburg ist kombiniert mit der praktischen Arbeit in der Altenpflege, die sie im DRK-Seniorenzentrum verrichtet. Auf diese Weise sind Theorie und Praxis immer sehr eng miteinander verbunden“, weiß Bruno Pischel. „Es ist nicht einfach, Studium und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Anika Koynowski hat sich diesen schweren Weg selbst gewählt; weil sie weiß, wie wichtig es ist, immer einen festen Bezug zur Praxis zu haben. Sie weiß, dass sie zu jedem alten Menschen, der sich in ihrer Obhut befindet, ein ganz persönliches Verhältnis benötigt. Das aufzubauen, ist oft nicht einfach und verlangt Einfühlungsvermögen, Zuneigung, aber auch zielstrebiges Arbeiten bei allen pflegerischen Verrichtungen“, sagt Hans-Hermann Wacks.

Die bisher gesammelten Erfahrungen gebe die junge Frau gerne an jüngere Menschen weiter, wie beispielsweise an Fenja Görtemöller, die im betreuten Wohnen eine FSJ-Ausbildung absolviert hatte, berichten Pischel und Wacks.

Schwester Jacqueline Biemann leitet und betreut die jungen Menschen, die im DRK-Seniorenzentrum ihre Ausbildung absolvieren. Durch sie erhalten sowohl die Auszubildenden als auch die am FSJ-Teilnehmer eine fundierte Ausbildung und Praxisanleitung.

Erstmals seit Beginn der Berufsausbildung blieb in diesem Lehrjahr ein Ausbildungsplatz unbesetzt, weiß der Heimbeirat. „Die Zusammenarbeit mit der Sternberger Schule ist ein weiteres Aufgabenfeld, das von Frau Biemann mit viel Engagement wahrgenommen wird. Weshalb in die Ferne schweifen?“, fragt Bruno Pischel.

Er und Hans-Hermann Wacks regen zudem an: Vielleicht sollte über diese Zusammenarbeit einmal von den Schülern selbst berichtet werden.

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