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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 12:27 Uhr

Brüel : Wunsch: barrierefrei zur Kirche

vom

Erste Schritte sind in Brüel gemacht: Vom Ende der Treppe bis zum Erreichen des Kirchenschiffs gibt es keine Stufe mehr. Barrierefrei ist der Weg aber noch nicht. Ein Antrag auf Absenkung der Bordsteine liegt vor.

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2013 | 10:46 Uhr

Brüel | "Wir haben die Barrierefreiheit für unsere Einrichtungen schon seit einiger Zeit im Blick", sagt Hans-Heinrich Erke, Baubeauftragter der Kirchengemeinde Brüel. Er nennt das Gemeindebüro im Pfarrhaus, das Gemeindehaus und natürlich die Kirche. Der barrierefreie Zugang zum Pfarrhaus bereite dabei die größten Schwierigkeiten, weiß er.

Doch der Anfang ist gemacht. "Im Vorfeld der Turmsanierung 2012 haben wir zusammen mit dem Planer alles daran gesetzt, den Aufgang zum Turm barrierefrei zu gestalten. Der gesamte Eingangsbereich ist neu, der Zugang zur Eingangstür und der Aufbau der Treppe", erinnert er. Wie SVZ berichtete, hatten die Bauleute im Innenbereich des Turms bis hin zum Kirchenschiff eine barrierefreie Betonplatte gegossen, die zusätzlich Stabilität in das Bauwerk bringt. Barrierefrei ist jetzt auch der Eingang zum Turm, der dafür aber knapp zehn Zentimeter tiefer gelegt wurde. Die Treppe, die von der Ernst-Thälmann-Straße zur Kirche führt, ist breiter geworden und hat eine Stufe mehr bekommen, für einen sicheren Tritt. "Vom Ende der Treppe bis zum Erreichen des Kirchenschiffs gibt es jetzt keine Stufe mehr", freut sich Erke über einen ersten Teilerfolg und schränkt gleichzeitig ein, dass dieser Bereich jetzt aber noch nicht von allen Menschen erreicht werden könne.

Das Problem sei, so Erke, dass die Steigung für einen barrierefreien Zuweg nicht mehr als sechs Prozent betragen dürfe. Das aber sei bei einer Rampe, die vom Gehweg hoch zum Kircheneingang führen würde, nicht erfüllbar. "Deshalb bietet sich die Treppe gegenüber dem Rathaus an, wo eine Rampe hoch zum dann ebenen Platz führen soll und weiter an der Kirche entlang zum Eingang. Weil der Weg mit ca. 30 Metern relativ weit ist, denken wir an zwei ebene Ausruhflächen. Dann ist der jetzt schon barrierefreie Bereich erreicht", sagt Hans-Heinrich Erke.

Bereits gestellt hat die Kirchengemeinde über die Stadt Anträge an das Straßenbauamt zur Absenkung des Bordsteines von der August-Bebel-Straße (Vorplatz des Rathauses) und vor der Hofausfahrt am Pfarrhaus. "Wir warten jeden Tag auf den Bescheid", erklärt Erke. Denn auf dem Pfarrhof sollen auch zwei behindertengerechte Parkplätze entstehen.

"Diese Maßnahmen sind uns sehr wichtig. Wir haben Menschen mit einer Behinderung, die selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe in den Gottesdienst kommen möchten", macht Erke klar. Grobschätzungen gehen von 7000 bis 8000 Euro aus, was die Umsetzung der Pläne kosten würde. Weil es in diesem Bereich keine Förderung gibt, muss die Kirchengemeinde die Arbeiten aus eigenen Mitteln finanzieren. "Wir haben etwa ein Drittel des Geldes zusammen und hoffen nun auf Sponsoren und Zuwendungen", sagt Hans-Heinrich Erke.

Pläne gibt es ebenso für die 420 Quadratmeter große Hoffläche des Pfarrhofes. "Der macht uns sehr große Probleme und wir sind mit dem Planen auch noch nicht am Ende", so der Baubeauftragte. Es gebe hier Höhenunterschiede bis zu 13 Prozent Steigung, eine unterschiedliche Anbindung der vorhandenen Gebäude und das Ziel der Kirchengemeinde, größtmögliche Barrierefreiheit zu schaffen.

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