Penzin : Wundersame Bekehrung vom Saulus zum Paulus

Die Jagdhornbläser vom Wallensteingraben des Hegerings Bad Kleinen boten ein kraftvolles Halali. Fotos: Traudel Leske
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Die Jagdhornbläser vom Wallensteingraben des Hegerings Bad Kleinen boten ein kraftvolles Halali. Fotos: Traudel Leske

Mit einer Messe in der Penziner Dorfkirche wurde des Hubertus und dessen Entsagung vom weltlichen Leben gedacht.

svz.de von
29. November 2015, 17:00 Uhr

Mit einem lange anhaltenden Glockengeläut wurden am Sonnabend Abend Jäger und weitere Gäste in die restaurierte Dorfkirche von Penzin gerufen. Dort wurde in einer Messe wie in jedem Jahr des Hl.Hubertus von Lütten, der vom Saulus zum Paulus bekehrt und zum Schutzpatron der Jäger wurde, gedacht. Nachdem die Jäger der Jagdgesellschaft der Familie von Wedekind – sie war das fünfte Mal dabei – am Vormittag erfolgreich und mit viel Bedacht zur Jagd gegangen waren und etliches Wild zur Strecke gebracht hatten. Gleich zu Beginn der Messe erklang eine jagdliche Musik, die nicht schöner hätte sein können. Es war die Jagdhornbläsergruppe vom Wallensteingraben des Hegerings Bad Kleinen unter der Leitung von Hornmeister Ralf Böttcher, die mit einem musikalischen Morgengruß, dem Jagdmarsch Nr.3, der Hunde-Fanfare und nicht zuletzt mit dem Hubertusmarsch die Messe zu etwas ganz Besonderem machte. In einem plattdeutschen Gedicht von Gustav-Adolf Brosemann unter dem Titel „St. Hubertus“ und in einer hochdeutschen Fassung von Pastor Jens Krause wurde die Legende vom Hl. Hubertus noch einmal lebendig. Des Mannes, der einst „lüstern und ohne Respekt vor der Kreatur auf das Wild Jagd machte“, bis ihm ein weißer Hirsch mit einem Kreuz zwischen dem Gehörn erschien und ihn ermahnte, sorgsamer mit dem ihm Anvertrauten umzugehen. Fortan betrieb Hubertus eine sinnvolle Jagd, wurde sozusagen vom Saulus zum Paulus und später zum Bischof geweiht. Auf der Messe stellte sich auch der neue Brüeler Pastor Rupert Schröder vor.

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