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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. August 2017 | 20:51 Uhr

Witzin : Witziner ehren Lehrer mit Linde

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Walter Bölckow ein lebendes Denkmal gesetzt

Ehemalige Schüler von Walter Bölckow, die er bis 1963 in Witzin unterrichtet hatte, Angehörige wie Urenkelin Jana Ruder ( 36) und Enkelin Antje Pöhls (63), die mit ihren Familien in Sternberg und Witzin leben, aber auch Lehrerkollege Horst Huth aus Mustin ehrten den 1978 verstorbenen Lehrer am Sonnabend mit „seinen“ Volksliedern und mit Worten über sein Leben und Wirken. Auf dem Platz vor dem Gemeindezentrum wurde ihm mit dem Pflanzen einer Linde zudem ein „bleibendes, lebendes, kleines Denkmal“ gesetzt, so Baldur Beyer, der durch die Feierstunde führte. Damit wurde verwirklicht, was vor 20 Jahren auf dem ersten offiziellen Treffen der Abgangsjahrgänge 1952 und 1953 angeschoben wurde. Man habe im kleinen Kreis zusammen gesessen und plötzlich die Idee gehabt, dem Altlehrer als Dank eine Linde zu pflanzen, sagt Tassilo Stolz. Der ehemalige Loizer, der jetzt in Rostock lebt, war in Witzin zur Schule gegangen. „Ob ich die Idee nun alleine hatte, weiß ich nicht mehr“, sagt er. Wohl aber habe er in den vergangenen Jahren immer wieder hinterfragt, wie weit die Umsetzung sei.

Walter Bölckow wurde 1898 in Basthorst geboren und war als Junglehrer nach Witzin gekommen. Weil er kein NSDAP-Mitglied war, durfte er auch nach Kriegsende sofort unterrichten. „Sein Ehrgeiz, jedem Schüler etwas beizubringen, auch mit Zwang, empfinde ich heute noch als ein Segen meiner Schulzeit. Dann gab es Stunden, in denen nur über das Leben gesprochen wurde. Die Zukunft seiner Schüler lag ihm immer am Herzen“, würdigte Baldur Beyer. Er erinnerte mit vielen Beispielen an die Leistungen Bölckows als „überragende Persönlichkeit, als Lehrer und als Demokrat“.

 

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erstellt am 09.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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