Pläne für Pflegeeinrichtung mit Ausbildungsakademie : Wismarer will in Schloss Golchen investieren

<fettakgl>Das sanierte Schloss </fettakgl>Golchen steht leer. <foto>Roswitha Spöhr</foto>
Das sanierte Schloss Golchen steht leer. Roswitha Spöhr

Es gibt Pläne für das in den vergangenen Jahren leer stehende Schloss Golchen. Ein Kaufmann aus Wismar hat sich für das Grundstück und das Herrenhaus das Vorkaufsrecht gesichert.

svz.de von
04. März 2013, 08:42 Uhr

Golchen | Es gibt Pläne für das in den vergangenen Jahren leer stehende Schloss Golchen. Ein Kaufmann aus Wismar hat sich für das Grundstück und das Herrenhaus das Vorkaufsrecht gesichert, erklärte Brüels Bürgermeister Jürgen Goldberg gegenüber SVZ. Auf der Stadtvertretersitzung in der Vorwoche hatte Goldberg u. a. darüber informiert, dass der Wismarer Geschäftsmann auf dem Grundstück eine Pflegeeinrichtung mit einer dazugehörigen Ausbildungsakademie errichten wolle.

Das Herrenhaus war Anfang der 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts von Privat saniert worden, mit der Absicht, dort Dialysepatienten zu behandeln. "Es sind auch viele Fördermittel geflossen", weiß Goldberg.

Nun gibt es einen neuen Investor. Für das Vorhaben des Kaufmanns aus Wismar existiert allerdings kein Baurecht, so dass ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden muss - ein entsprechender Beschluss lag den Stadtvertretern nun vor. "Um auf den dortigen Grundstücken etwas anfangen zu können, sollten wir den Beschluss fassen", empfahl der Bürgermeister den Stadtvertretern. Die geplante Investition gehe in den Millionenbereich, so Goldberg. Er machte auch deutlich, dass die Stadtvertretung mit ihrem Beschluss nur eine Grundlage schaffen würde. "Hinter dem Schloss gibt es einen Burgwall, ein Bodendenkmal. Im Planungsverfahren wird dann geprüft, was machbar ist", so Goldberg. Er sei angetan davon, dass jemand kommt und eine Idee für die Nutzung habe, erklärte er. Zudem gebe es auch in der Region einen Bedarf an Pflegeplätzen. Gemeindevertreterin Karin Zaddach machte deutlich, dass auch der Bedarf an Ausbildungsplätzen in der Altenpflege wachse.

Für den Aufstellungsbeschluss stimmten zwölf Stadtvertreter, einer stimmte dagegen. Der Stadt werden keine Kosten im Planungsverfahren entstehen, die Kosten trägt der Investor.

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