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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. Dezember 2017 | 11:07 Uhr

Sternberg : „Wir waren das Herz der Firma“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Nach 20 Jahren trafen sich die Anlagenbauer und -erhalter vom damaligen Holzbau erstmals wieder.

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2015 | 22:41 Uhr

Passender hätten die Mitarbeiter der ehemaligen Abteilung Anlagenerhaltung vom einstigen Holzbau, konkret der Industrie-Kooperation Schiffbau Rostock, Werkteil Sternberg – dazu zählten die Schlosserei, Zimmerleute, Maurer, ein eigener Tischler, Maler und Dreher – das Datum ihres Treffens nicht wählen können. Genau am 25. Jahrestag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, gab es in der Sternberger Gaststätte Am Markt ein erstes Wiedersehen nach 20 Jahren. Passend deshalb, weil gerade diese Abteilung von jeher Einigkeit und Geschlossenheit demonstriert hatte. Und das nicht nur arbeitsmäßig, sondern als Brigade auch in der Freizeit. „Wir waren das Herz der Firma“ – So drückte es Heinz Gotham, der ehemalige Meister, aus. „Jedes Jahr einmal im Jahr stand bei uns eine Generalreparatur aller Maschinen auf dem Programm, damit diese auch laufen. Und wir haben auch neue Objekte gebaut.“ Und er erinnert an viele Aufträge, die sie bewältigen mussten. So waren sie mit Fenstern, Türen und Rollbetten, aber auch mit Düngerstreuern Zulieferer für die Konsumgüter-Industrie. Sie bauten ein neues Sägewerksdach; das Werk steht heute nicht mehr, es ist abgebrannt. Oben in der neuen Konsumgüterproduktion ist heute noch der Fensterbau.

„Mit der Wende, die so überraschend kam, war auch unsere Zukunft in Frage gestellt“, so Gotham. „Und es war Bernd Schulz, der am 30. Juni 1990 aus dem Betrieb als Werkleiter entlassen wurde. Darauf folgten mehrere Prokuristen, die den Betrieb jedoch auch nicht halten konnten.“ Ganz Schluss war im Jahre 1992, als die Firma abgewrackt wurde.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.

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