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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 20:54 Uhr

Kaarz : „Wir haben kein gutes Apfeljahr“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Namensgeber des Kaarzer Festes macht sich in diesem Jahr rar. Das Apfelfest bot einen bunten Mix aus Landmarkt, Kunsthandwerk und musikalischen Klängen.

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 05:00 Uhr

„Der Herbst ist nicht mehr weit. Willkommen, bunte Jahreszeit! Wir lieben diese Farben und all die Blumen in diesen Tagen!“ Mit diesem Willkommensgruß wurden die Besucher des nunmehr vierten Apfelfestes am Wochenende im Schlosspark Kaarz empfangen. Denn: Der Monat Oktober wurde wie bereits in den vorangegangenen drei Jahren auch in diesem Jahr im Kaarzer Schlosspark wieder mit einem Apfelfest eingeläutet. Wobei Apfelfest eigentlich nicht der richtige Ausdruck war. Denn der Namensgeber des Festes, der Apfel, hatte sich in diesem Jahr äußerst rar gemacht. „Wir haben diesmal kein gutes Apfeljahr“, erzählte Pomologe Dr. Werner Rollwitz aus Gülzow, der mit seinem Kollegen Willie Brown aus Bülow bei Crivitz, einem waschechten Schotten, wieder nach Kaarz gekommen war, um die von den Besuchern mitgebrachten Äpfel nach Sorten zu bestimmen. Trotzdem hatten die Beiden im Laufe des Tages noch genug zu tun.

Und noch etwas ließ das Fest diesmal etwas anders geraten: der Regen, der schon vor Beginn des Festes eingesetzt hatte. Doch letzten Endes hatte Petrus mit den Feierlustigen ein Einsehen. So wurde es alles in allem dann doch ein bunter Mix aus Kunsthandwerk, Landmarkt und Musik. Für letztere sorgten diesmal zwei Musiker aus Rostock und Greifswald, das Duo Seefeldt light (Jörg Seefeldt und Tom Miller). Auf der kleinen Bühne erklangen dann im Laufe des Tages „Melodien von Eric Clapton bis Heinz Rühmann“. Den musikalischen Reigen vervollständigten dann die „Orchester Kids Akkordeon“ von der Musikschule Fröhlich.

In einem der Zelte konnte man zum Beispiel den „Montagsspinnern“ Irmtraut Biederstädt aus Lassahn sowie Andrea Krause und Elsbeth Tuleweit aus Gadebusch auf die Finger schauen. Und Martina Adrian aus Rostock stellte ihre Klöppelkunst vor. „Ich klöpple schon seit 19 Jahren“, erzählte sie, „und bin zumeist auf mittelalterlichen Märkten präsent.“ Julia Grigo von der „Kleinstadt-Blume“ aus Warin hatte wieder wunderschöne Gestecke und kleine Kunstwerke mitgebracht. Gestricktes, Korbwaren, Seifen fehlten ebenso wenig im Angebot. Auch der Hofladen Kobrow war ebenso wie Imker aus der Region präsent.


Besucher löcherten den Falkner mit Fragen


Die meisten der Besucher warteten schon auf die angekündigte Falkner-Show mit Reinhardt Eggert aus Zapel-Hof bei Crivitz. Dieser hatte einen Habicht, einen Falken und einen Wüstenbussard mitgebracht. Doch fliegen ließ der Falkner sie diesmal nicht. Dafür gab es interessante Gespräche mit den Besuchern. So erzählte er beispielsweise, dass der mitgebrachte Habicht 20 Jahre lang von ihm geflogen wurde. Dessen Beute: 578 Kaninchen, 16 Hasen, zwölf Enten, ein Rebhuhn, 18 Fasane und ein Kolkrabe.

Ein Ehepaar, Familie Schneider, das zurzeit in Mecklenburg Urlaub macht und aus Berlin kam, hatte sehr viel Interesse an der Falknerei. Und löcherte den Falkner über das Wie, Warum, Wann, Wo usw. Und dieser beantwortete geduldig alle Fragen.

Neben seinem Stand hatte sich ein Stand aufgebaut, an dem Bogenschießen angeboten wurde. Für die jüngsten Besucher wurden Kinderschminken und Ponyreiten angeboten. Auch ein Bastelstand sowie eine Stroh-Hüpfburg luden ein. Dicht umlagert war stets auch ein Apfelmarkt, wo es Köstliches vom Apfel wie Apfelsaft, Apfelmus, Apfelchutney, Apfelkuchen, Apfelpunsch usw. gab.

Auch für das leibliche Wohl der Besucher war hinreichend gesorgt. Es gab Fisch in vielen Varianten, Landbratwurst, Maiskolben, Gegrilltes, Kuchen, Erbseneintopf.

Und wieder einmal hieß es auch „Kunst im Park – Das Grüne Zitat: Seltene Früchte!“

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