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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 20:40 Uhr

Kobrow : „Wir für uns“ in Kobrow gegründet

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der neue Dorfverein zählt auf Anhieb mehr als 20 Mitglieder. Die bisherigen Aktivitäten sollen besser koordiniert und eigene Veranstaltungen organisiert werden.

von
erstellt am 22.Okt.2017 | 20:30 Uhr

Die Plätze an dem langen Tisch im Gemeinderaum waren am Freitagabend besetzt. Von nebenan wurden Stühle dazu geholt. Das große Interesse an der Gründung eines Dorfvereins hat selbst den Kobrower Bürgermeister Olaf Schröder „positiv überrascht“. Ebenso ging es Ulf-Peter Wacks, der erläuterte, was, warum und wie angedacht ist.

Er steht an der Spitze einer Arbeitsgruppe, die im Herbst 2016 zur Verwirklichung des Projekts „Dorfmitte“ in Kobrow I gebildet wurde. Detlef Uebersohn, Sören Balzer, Dirk Menzlin und Nils Wagner sind aktive Mitstreiter. Das Dreieck zwischen Lindenallee, Stieter Straße und Feuerwehrhaus soll mit Hilfe von Leader-Fördermitteln als Domizil für Einwohner und Gäste gestaltet werden (wir berichteten). Bei Betreuung und Erhalt des Areals müsse die Gemeinde jedoch entlastet werden, so Wacks. Das habe den Anstoß zum Dorfverein gegeben.

Für den gebe es freilich noch mehr Arbeit, ohne in „funktionierende Strukturen“ einzugreifen. Die freiwillige Feuerwehr, der Sportverein, die Wamckower Frauen oder die Rentner seien alle sehr aktiv. „Wir werden keinem Verein was wegnehmen“, betonte Wacks. Im Gegenteil, vorhandene Potenziale sollten gebündelt und besser koordiniert werden, um das Gemeinschaftsleben in allen Dörfern der Gemeinde noch attraktiver zu machen. „Wir wollen Bindeglied sein und als eigenes Standbein selbst Veranstaltungen organisieren.“ Er denke an Nachtwanderungen, Seminare, Buchlesungen oder Führungen durch die Kieskuhle, um mehr über den Sternberger Kuchen zu erfahren. Die Möglichkeiten, die die schöne Lage der Gemeinde mit der Natur und den Seen biete, sollte mehr genutzt werden. Witzin gebe ein Beispiel, was durch Gemeinsamkeit und Ausschöpfung von Fördermitteln erreichbar sei. Obwohl der Dorfverein noch nicht gegründet sei, habe er, so Wacks, Kobrow für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ angemeldet.

Die Gemeinde habe „großes Interesse“ an so einem gemeinnützigen Verein, der auch eher notwendige finanzielle Mittel einwerben könne, ob Fördergelder oder Spenden, sagte der Bürgermeister. Die Gemeinde werde dadurch entlastet, zu ihren Objekten wie die Mehrzweckhalle in
Kobrow I stehe sie aber weiterhin, so Schröder. Ziel müsse sein, „nicht Witzin zu kopieren“, wohl aber Erfahrungen zu nutzen und in der Gemeinde eng zusammenzuarbeiten.

Die ehrenamtliche Arbeit werde „auf breitere Füße gestellt, ich finde das gut“, meinte Grit Wahls-Wilk. Jeder könne sich einbringen, Projekte mit zu entwickeln. Dann müsse entschieden werden, „was wir uns leisten können und was nicht.“ Einen Verein zu gründen, sei „eine Sache, ihn am Leben zu erhalten, eine ganz andere“, deshalb seien Vorschläge für seine Arbeit und „um Kultur ins Dorf zu holen“, ganz wichtig, regte Detlef Uebersohn an.

Ob die Gestaltung der Dorfmitte als Erstes für den neuen Verein nicht eine Nummer zu groß sei, wird aus der Runde gefragt. Die Baumaßnahmen erledige eine Firma, es gehe um rund 200 000 Euro, erklärte Ulf-Peter Wacks. Ein Förderantrag sei gestellt, die Bewilligung stehe allerdings noch aus. Der Dorfverein würde sich dann um das fertig gestellte Areal kümmern.

Um den Verein gründen zu können, müssten sich an diesem Abend mindestens sieben Teilnehmer in eine Mitgliedsliste eintragen, nahm Ulf-Peter Wacks den Faden wieder auf. 22 wurden es; zwei weitere hatten vorher ihre Bereitschaft erklärt, Mitglied zu werden und darüber hinaus im Vorstand mitzuarbeiten. Nun wurde ein Name gebraucht. Drei Stimmen gab es für den Vorschlag „Binnen und Buten“, eine klare Mehrheit erhielt „Wir für uns“.

Satzung und Beitragsordnung wurden einstimmig beschlossen. Letztere umfasst drei Kategorien: zwei Euro pro Monat für Vollzahler, ein Euro für Rentner, Arbeitslose sowie Lehrlinge mit Einkommen, Lehrlinge ohne eigenes Einkommen und Schüler sind beitragsfrei. In den Vorstand wurden auf einer gemeinsamen Liste ebenso einmütig die Kobrower Ulf-Peter Wacks, Nils Wagner, Carolin Reiher, Elke Dellin und Heike Mann aus Wamckow gewählt, Ersterer auf der konstituierenden Sitzung des Vorsitzenden. Dieser betonte noch einmal, Geld sei wichtig, aber genauso das Engagement „aktiver, rühriger Mitglieder“. Das Dorffest 2018 soll der erste große Termin für den neuen Verein sein.

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