Segelsport : Wind in den Segeln 2018

Auch 2018  werden u.a. die Ixylon-Segler auf dem Sternberger See wieder die Spinnaker setzen.
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Auch 2018 werden u.a. die Ixylon-Segler auf dem Sternberger See wieder die Spinnaker setzen.

Neujahrsempfang des Sternberger Seglervereins mit 125 Mitgliedern: Zwei davon sind Deutscher Meister der Ixylonklasse.

svz.de von
08. Januar 2018, 21:00 Uhr

Schon allein für den Ausblick aus den Fenstern lohnt es sich, Mitglied des Sternberger Seglervereins zu werden. „Ich komme ja viel herum“, meint Volker Schoen, Vereinsmitglied und zusammen mit Andreas Schickel amtierender Deutscher Meister in der Ixylonklasse, „aber unser Seglerheim ist wirklich einzigartig. Auch unsere Gäste schwärmen immer von unserer Lage.“ Kein Wunder, aus den Fenstern schaut man von zwei Seiten auf den Sternberger See und drinnen ist es urgemütlich. „Den Sternberger Seglerverein gibt es seit 1940, übernächstes Jahr feiern wir Jubiläum“, erzählt Jochen Quandt, Vereinsvorsitzender und bis 2016 Bürgermeister von Sternberg. Er selbst segelt seit 1960 im Verein. Und heute immer noch Wettkämpfe, so wie mit ihm 25 der etwa 125 Vereinsmitglieder. Eigentlich wollte er schon aufhören, doch Sohn Jens Quandt, im Verein verantwortlich für die Jugendarbeit und in der Stadtvertretung Vorsitzender der CDU-Fraktion, überredete ihn, weiterzumachen. Seit 2009 sitzen Vater und Sohn in einem Boot und haben sogar bei der Deutschen Meisterschaft der Ixylonklasse, die 2017 auf dem Sternberger See stattfand, von 50 Schiffen den 9. Platz belegt. „Das geht gut“, lächelt Jens Quandt auf die Frage, wie das denn so funktioniere mit dem Vater unter Segeln. Der sei der Steuermann... Sohn und Enkel Johann Quandt segelt inzwischen ebenfalls im Verein, er hat bei dem gerade am Sonnabend stattgefundenen Athletik-Wettkampf „Stärkster Segler“ in Güstrow in der Altersgruppe 8/9 den 5. Platz belegt. Friedrich Emig aus Warnow, Vereinskollege und große neue Hoffnung der Sternberger Segler, belegte in der Altersgruppe 12/13 sogar den 1. Platz.

Insgesamt 15 Vereinsmitglieder sind zwischen 8 und 18 Jahre, sehr viel größer ist die Zahl älterer Mitglieder. „Wir haben wie viele Vereine eine Lücke in der Altersstruktur“, beklagt Volker Schoen.

„Die meisten Älteren betreiben Segeln als Freizeitsport und unternehmen zusammen Fahrten. Oder genießen das Vereinsleben. Vor allem helfen sie jedoch bei unseren Wettkämpfen“, erklärt Jochen Quandt. Davon wird es auch im Jahr 2018 wieder einige geben: Am 26. und 27. Mai findet auf dem Sternberger See wieder der Städtevergleichskampf statt, diesmal in den Klassen Ixylon, Pirat, Optimist B (die klassische Kinder-Jolle) und Laser. Am 28. und 29. Juli setzt die 19. Sternberger Finnregatta ihre Segel.

Außerdem nehmen die Sternberger Segler auch an vielen Wettkämpfen auswärts teil. „Das ist so wichtig, dass wir zu anderen Wettkämpfen fahren, nur so kommen die anderen auch zu unseren“, weiß Volker Schoen.

„Das ist ein Erfolg“ , wertete auch Jochen Quandt in seinem Rechenschaftsbericht, dass bei der Deutschen Meisterschaft der Ixylonklassse im vergangenen Sommer in Sternberg 50 Boote und damit so viele wie noch nie teilnahmen.

Volker Schoen lobt ausdrücklich, dass Jens Quandt die Flaute bei der Jugendarbeit innerhalb von zwei Jahren durch frischen Wind beseitigt hat. Unter anderem durch die fleißige Teilnahme an Wettkämpfen. „Das kommt nicht von ungefähr, dass beim Städtevergleichskampf im letzten Jahr hier 40 Optimisten teilgenommen haben“, sagt Schoen.

Kinder und Jugendliche, die sich für den Segelsport interessieren, müssen kein Boot mitbringen, sondern können einfach unter der 03847/2711 Kontakt aufnehmen. Training ist für Anfänger immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr und freitags von 14.30 bis 16.30 Uhr.

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