Landtagswahl 2016 : Will mehr Betreuung in Kitas

Im Mallorca-Urlaub drückte Leif-Erik Holm der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-EM die Daumen.
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Im Mallorca-Urlaub drückte Leif-Erik Holm der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-EM die Daumen.

Leif-Erik Holm ist einer von acht Direktkandidaten im Wahlkreis 28 und will für die AfD in den Landtag einziehen.

svz.de von
24. August 2016, 05:47 Uhr

Am 4. September sind Landtagswahlen. Im Wahlkreis 28 Nordwestmecklenburg II, der die Gemeinde Insel Poel sowie die Ämter Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, Gadebusch, Lützow-Lübstorf, Neuburg und Neukloster-Warin umfasst, wollen acht Direktkandidaten die meisten Stimmen erringen und so direkt in den neuen Landtag einziehen (siehe nebenstehende Liste).

SVZ stellt sie vor – heute Leif-Erik Holm, der für die Alternative für Deutschland in den Landtag einziehen will.

„Wir werden als Opposition die Landesregierung vor uns hertreiben“, kündigt Leif-Erik Holm an. Dabei geht der Direktkandidat der Alternative für Deutschland (AfD) für den Wahlkreis 28 davon aus, dass er zwar bei den Erststimmen nicht vorn liegt, aber seine Partei stärkste Fraktion werden könnte. „Das war in anderen Bundesländern auch so, dass wir die Wahlprognosen übertroffen haben.“

Für Mecklenburg-Vorpommern haben die jüngsten Umfragen 19 Prozent ergeben. Selbst dieses Resultat würde der AfD für mindestens ein Dutzend Sitze im neuen Landtag reichen. Ihr Einzug in den Schweriner Landtag hätte tief greifende Folgen. Nicht nur, dass er die Regierungsbildung spürbar erschweren würde. Opfer wäre vielmehr auch die NPD, der Wahlforscher keine vier Prozent zutrauen und die damit ihre letzte Landtagsbastion verlieren würde.

Die Alternative für Deutschland sieht Holm als konservativ aufgestellt. „Wir sind als echte Volkspartei durchaus ernst zu nehmen.“ Außerdem spekuliert er auf eine höhere Wahlbeteiligung. „Die AfD ist geeignet, Nichtwähler zu mobilisieren und wieder am Demokratieprozess teilhaben zu lassen.“

Nach der Wahl gelte es, die AfD-Fraktion im Schweriner Landtag aufzustellen „und schnell auf Touren zu kommen“. Zwar sei von den anderen Parteien jegliche Zusammenarbeit abgelehnt worden. „Aber wir werden dennoch zu Gesprächen einladen.“ Es könne nämlich nicht angehen, dass gute Vorschläge allein aus Prinzipienreiterei abgelehnt werden. „Wir werden dafür kämpfen, den Betreuungsschlüssel in den Kindertagesstätten zu verbessern.“ Denn bereits dort, so Leif-Erik Holm, könne qualifizierte Bildungsarbeit geleistet werden. „Wir können nicht früh genug ansetzen, um die Basis für gute Schulabschlüsse zu legen.“ Das derart erworbene Rüstzeug garantiere, dass in Mecklenburg-Vorpommern wieder ausreichend qualifizierte Auszubildende und Studenten zur Verfügung stehen. Außerdem, so Holm, müsse das Land stärkere Anreize dafür bieten, mehr Kinder in die Welt zu setzen. Deshalb werde sich die AfD beispielsweise dafür stark machen, dass Familien bei den Kindertagesstätten-Beiträgen spürbar entlastet werden.

Leif-Erik Holm kann mit seinem Charme-Faktor punkten. Als ehemaliger Radio-Moderator versteht er es, auf Menschen zuzugehen. Er verbreitet gute Laune, wirkt sympathisch. 1970 wurde er in Schwerin geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Elektromonteur und studierte nach der Wende Volkswirtschaft. Leif-Erik Holm ist verheiratet und hat einen dreijährigen Sohn.

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