Hasenwinkel : Wiehnachten up Platt

D as Ensemble  nahm extra für dieses Foto noch einmal auf der Bühne Aufstellung.Von Links: Christiane Möckel, Elfie Schrodt, Christoph Reiche, Tina Landgraf, Andreas Auer.
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D as Ensemble nahm extra für dieses Foto noch einmal auf der Bühne Aufstellung.Von Links: Christiane Möckel, Elfie Schrodt, Christoph Reiche, Tina Landgraf, Andreas Auer.

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07. Dezember 2014, 18:24 Uhr

Die Filmtrilogie „Herr der Ringe“ und das diesjährige Weihnachtsstück der Fritz-Reuter-Bühne Schwerin haben etwas gemeinsam. Beide greifen auf Texte des Engländers Tolkien zurück. John Ronald Reuel Tolkien lebte von 1892 bis 1973, war Professor für englische Sprache an der Universität Oxford und schrieb in seiner Freizeit mit ausschweifender Fantasie fantastische Geschichten.

1920, als sein ältester Sohn drei Jahre alt war, begann er jedes Jahr zu Weihnachten einen Brief als Weihnachtsmann vom Nordpol für seinen Nachwuchs zu schreiben. Die Briefe versah er mit originellen Zeichnungen, zwanzig lange Jahre lang.

Aus diesen Briefen, meisterhaft ins Plattdeutsche übertragen und unterbrochen durch alte und neue Weihnachtslieder, stellte Ulrike Stern für die Fritz-Reuter-Bühne das Weihnachtsprogramm 2014 „Wi hebben Post von’n Wiehnachtsmann!“ zusammen. Zwanzig Auftritte sind quer durch Mecklenburg geplant.

Der dritte Auftritt des Ensembles erfreute im weihnachtlich geschmückten Foyer des Tagungshotel der Wirtschaft Schloss Hasenwinkel am vergangenen Freitagabendf die zahlreichen Freunde der plattdeutschen Sprache. Christoph Reiche verlas Tolkiens Briefe, wurde durch die nuancierte Art seines Vortrages zum Weihnachtsmann vom Nordpol. Das gesprochene Platt, als lebende Sprache, fernab vom Hang zu Klamauk und Groteske, gaben den fantasievollen Erzählungen um die liebenswerten Missgeschicke des Polarbären Karhu einen ganz besonderen Charakter. Die zu den Brieftexten, wie bei einer Moritat, hochgehaltenen fantasievollen Bilder zeigten die Vergrößerungen der Tolkienschen Vorlagen in seinen Briefen vom Nordpol an die Kinder.

Unter der musikalischen Leitung und mit der Klavierbegleitung durch Christiane Möckel sang das Schauspielerensemble, stimmlich total gut eingestellt, Weihnachtslieder, jenseits von dem, was man auf Weihnachtsmärkten und in weihnachtlichen Kaufhäusern hört. Lieder, die so zur Weihnacht hinführen, dass man sie gerne öfter hören würde.

Es gab reichlich Applaus für den Abend, für das spielfreudige Ensemble, das sich mit einer schmissigen und originellen Version von „Fröhliche Weihnachten...“ als Zugabe bedankte.

Und Barbara Krakow, Veranstaltungsmanagerin vom Tagungshotel Schloss Hasenwinkel, konnte noch eine weitere Weihnachtsfreude bereiten. Auch 2015 wird es auf Schloss Hasenwinkel mit öffentlichen Kulturveranstaltungen weitergehen, dann in loser Folge. Zwei Höhepunkte konnte sie schon terminisieren: am 20. Februar 2015 Andreas Pasternack und am 12. März 2015 Salut Salon. Also schon vormerken, denn wer zu spät kommt…

Was für ein gelungener Abend und welch gute Einstimmung auf die Weihnachtszeit.









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