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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. Oktober 2017 | 23:35 Uhr

Brüel/Mustin : Wiedersehen zum 50.

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

21 ehemalige Schüler der POS Mustin trafen sich am Roten See in Brüel.

von
erstellt am 18.Okt.2015 | 21:34 Uhr

Sie wuchsen einst in den Dörfern Bolz, Ruchow, Lenzen, Rothen sowie Mustin auf – und besuchten bis zur 8. Klasse die Polytechnische Oberschule (POS) Mustin – diese gab es bis Anfang der 70er. Am Sonnabend trafen sich 21 der 29 einstigen Schüler in der Gaststätte von Blockhüttenwirt Peter Krüger am Roten See in Brüel zum Wiedersehen. Und es war ein besonderes – das 50. Jubiläum des Mustiner Schulabschlusses. Organisiert wurde das Treffen von Jürgen Tinat aus Brüel und dem Rothener Gernot Vogelgesang.

Wer noch bis zur 10. Klasse weiter ging, der wechselte in die Schule nach Wendorf; ein Quintett, darunter Jürgen Tinat, besuchte die EOS Brüel. Andere gingen nach der achten Klasse in die Lehre. Dazu zählte auch der heutige Dabeler Bürgermeister Herbert Rohde. „Die Familie lebte damals in Rothen, wir waren acht Kinder zu Hause; Vater starb, als ich Neun war. Ein Fahrrad gab es nicht, also ging es zu Fuß zweieinhalb Kilometer zur Schule“, erzählt Rohde. Nach Klasse acht lernte er Maurer, „um rechtzeitig Geld zu verdienen und so die Familie zu unterstützen“.

Ab 1979 war er dann zehn Jahre lang hauptamtlich stellvertretender Bürgermeister von Dabel, holte an der Volkshochschule die 10. Klasse nach und studierte später auch noch Staats- und Rechtswissenschaften. Seit 1990 ist Herbert Rohde Dabels Bürgermeister; von 1994 an ist der Posten ehrenamtlich.

Am weitesten verschlagen, nach Leipzig, hat es Edeltraut Frackowiak, geb. Lollbrein aus Lenzen. Nach dem Abi studierte sie in der Messestadt, „blieb dort hängen“ und wurde Bibliothekarin. An das erste Wiedersehenstreffen der Mustiner POSler erinnert sie sich noch genau: „Das war im September ’89. ,Was ist in Leipzig für’n Sch… im Gange‘, hieß es. Damals konnte freilich keiner ahnen, wie es mal kommen wird“, so Edeltraut Frackowiak. Der einzige, der in Mustin blieb, ist Siegfried Krüger.

Ansonsten lauten die Wohnorte heute gleich viermal Dabel sowie Bützow, Güstrow, Hohen Viecheln, Berlin oder Magdeburg. Man hatte viel zu erzählen und versprach sich: „In fünf Jahren sehen wir uns wieder…“

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