Sternberg : Wiedersehen nach 65 Jahren

Gruppenfoto der ehemaligen Sternberger, die 1950 aus der Schule entlassen wurden.
Gruppenfoto der ehemaligen Sternberger, die 1950 aus der Schule entlassen wurden.

Die Zeit des Sternberger Heimatfestes ist auch die fürs nächste Klassentreffen: Weiteste Anreise war aus Kanada.

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11. August 2015, 16:50 Uhr

„Es waren sehr unruhige Zeiten, so gleich nach 1945 und es gab nur noch sehr wenige Sternberger“, erinnerte sich Dr. Horst Müller-Neuhof. „Stattdessen fanden Flüchtlinge aus dem Sudetenland, aus Pommern, Schlesien etc. in Sternberg ihre neue Heimat. Im Mai 1946 ging für uns die Schule erst wieder los.“ Und Wolfgang Weidner ergänzte: „Ich kam z. B. aus Pommern. Bei mir und allen anderen ehemaligen Flüchtlingen kam immer wieder diese Heimatsehnsucht hoch. Der wurde unsere Klassenlehrerin Gisela Pioch, heute Kliefoth, gerecht. Sie förderte die Heimattraditionen. Wir sangen unsere Lieder und tanzten unsere Tänze.“

Erinnerungen haben sie viele, die 12, 13 ehemaligen Sternberger Schüler, die 1950 nach acht Schuljahren an der Johannes-Stelling-Schule in die Ausbildung entlassen wurden. Gemeinsam mit ihren Ehepartnern trafen sich die Jahrgänge 1934 und 1935 im Jahre 2000 zum ersten Mal. Diese 50 Jahre nach dem Schulabschluss waren eine gute Gelegenheit, zu sehen, wie es den ehemaligen Klassenkameraden so ergangen ist. Gisela Kliefoth (geb. Pioch) Christel Zimmermann (geb. Manthei) und Eva Loll hatten das erste Klassentreffen nach 50 Jahren organisiert. „Jeder musste ein Namensschildchen tragen, damit man wusste, mit wem man es zu tun hatte. Die meisten haben wir erkannt, am Gesicht oder am Gang… Aber eine wusste ich nicht einzuordnen. Ich bin also auf die Frau zugegangen und sagte: dich kenne ich gar nicht. Da antwortete sie: Ich war ja auch deine Lehrerin…“, lachte Dr. Müller-Neuhof, der sich aber heute nicht mehr an ihren Namen erinnern kann.

 

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