Brüel : Wieder freie Fahrt zum Roten See

Mit dem Durchschneiden des Bandes – v.l.: Torsten Lange, Vorsitzender des Bauausschusses, Matthias Bobek vom Landkreis Ludwigslust-Parchim, dem Fördermittelgeber, Bürgermeister Jürgen Goldberg und Edwin Junghans von der Sternberger Verwaltung – wird die Straße freigegeben. Im Bild links Björn Bick, Geschäftsführer des bauausführenden Matthäi Bauunternehmens in Leezen.
Mit dem Durchschneiden des Bandes – v.l.: Torsten Lange, Vorsitzender des Bauausschusses, Matthias Bobek vom Landkreis Ludwigslust-Parchim, dem Fördermittelgeber, Bürgermeister Jürgen Goldberg und Edwin Junghans von der Sternberger Verwaltung – wird die Straße freigegeben. Im Bild links Björn Bick, Geschäftsführer des bauausführenden Matthäi Bauunternehmens in Leezen.

Nach gestriger Bauabnahme des Straßenabschnitts wird heute ab 15 Uhr mit Straßenmusik gefeiert.

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20. Juni 2015, 16:00 Uhr

Die Planung für den Straßenausbau geht bis auf das Jahr 2009 zurück, gestern wurde der ca. 960 Meter lange Abschnitt im „Weg zum Roten See“ in Brüel freigegeben. Zwischen Ortsausgang Brüel und Parkplatz Roter See rollt der Verkehr jetzt auf einer 3,50 Meter breiten, ebenen Schwarzdecke, und auch die Fußgänger können sich dank des trennenden Hochbords auf dem ebenfalls asphaltierten 1,50 Meter breiten Gehweg sicher fühlen. Die Straße hat mehrere Ausweichtaschen und vom Parkplatz beginnend ca. alle 50 Meter eine Gehwegbeleuchtung. Vorerst sind es zehn, weitere werden gesetzt, wenn der Haushalt das Geld hergibt.

Bei der gestrigen Bauabnahme bedankte sich Björn Bick, Geschäftsführer des bauausführenden Matthäi Bauunternehmens in Leezen, für die „angenehme Zusammenarbeit“. Am meisten komme dort raus, wo alle an einem Strang ziehen würden, erklärte er. Das sei hier gewesen. Die „ganz, ganz gute Zusammenarbeit“ mit allen Beteiligten lobte ebenso Brüels Bürgermeister Jürgen Goldberg. Zumal nach langer Vorbereitung – seit 2009 - die Zeit plötzlich drückte.

Immer wieder hatte die Stadt für die Maßnahme um Fördermittel geworben, immer wieder wurde abgelehnt. Bis im vergangenen November der erwartete Anruf kam, dass noch Geld übrig sei aus der vergangenen Förderperiode. „Es ist gut, dass wir die Planung in der Schublade liegen hatten“, so Goldberg gestern. Denn „nur durch die großzügige Förderung“ über das Programm Integrierte ländliche Entwicklung (ILERL MV) sei der Ausbau der Straße möglich geworden, der insgesamt mit rund 450 000 Euro zu Buche schlägt.

Für die aufgrund der veränderten Straßenführung erforderlichen Einschnitte in den Wald erfolgen im Herbst Ausgleichspflanzungen. Die Planung wird derzeit beim Landkreis geprüft. Vorgesehen sind u. a. zwei Bäume im Bereich der neuen Straße, aber auch eine Streuobstwiese
nahe dem Kreuzsee und Pflanzungen am Bienenwanderweg.

Aufgenommen habe die Stadt auch den Wunsch von Brunhild Krohn, so Goldberg. Die 89-jährige Brüelerin hatte sich in der SVZ „eine Bank, hin und wieder zum Verweilen“ gewünscht. Er bittet allerdings um ein bisschen Geduld, denn die Bänke, die entlang dem Weg zum Roten See einmal standen, sind verrottet. „Wir behalten den Wunsch im Auge“, versprach gestern ebenso André Prätorius, Vorsitzender des Umweltausschusses.

„Wir sind froh, dass es jetzt eine ordentliche Straße und Licht gibt“, sagt Jörg-Peter Krüger, Blockhüttenwirt vom Roten See. Er lädt am heutigen Sonnabend ab 15 Uhr zur Straßeneinweihung mit Straßenmusik, Kuchenbufett, Kinderanimation und ab 20 Uhr zur Asphaltparty ein. „Dann können wir gleich die Beleuchtung einweihen. Die ist wirklich eine Saison verlängernde Maßnahme, die auch von Brüelern und Gästen begrüßt wird“, weiß er. Im Herbst und Winter werde es bereits zwischen 15 und
16 Uhr dunkel. Da habe sich mancher, der in der Blockhütte noch einen Kaffee trinken wollte, oder Spaziergänger beeilen müssen, merkt er an.

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