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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 14:14 Uhr

Kündigung : Wie weiter mit der Wariner Kita?

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Stadt schickte gestern per Boten Kündigung des Erbbaupachtvertrages an den Träger Volkssolidarität zum 31. Dezember dieses Jahres

von
erstellt am 01.Aug.2014 | 17:16 Uhr

„Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ – Das verkündete einst der vor einem Jahr verstorbene Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki in Abwandlung eines Brecht-Zitats zum Ende jeder Sendung des legendären „Literarischen Quartetts“ im ZDF.

(Fast) alle Fragen offen – um im Bild zu bleiben – sind derzeit bei der Wariner Kita „Kinderland“. Fest steht, die Stadtvertretung hat den Erbbaupachtvertrag mit dem Kita-Träger Volkssolidarität (VS) am Donnerstagabend auf einer Sondersitzung gekündigt. Damit muss die VS Grundstück und Gebäude zum 1. Januar 2015 an die Kommune zurückgeben. „Damit sind die schlimmsten Befürchtungen eingetreten“, meinte die Vorstandsvorsitzende des VS-Kreisverbandes Mecklenburg-Mitte mit Sitz in Güstrow, Barbara Schäfer, gestern gegenüber SVZ. Sie ist die Arbeitgeberin der insgesamt 14 Wariner Kita-Mitarbeiterinnen, die sich jetzt um ihren Arbeitsplatz sorgen. „Die Eltern sind mit unserer Arbeit sehr zufrieden“, betonte die Warinerin Evelyn Meißner, die bereits seit über 35 Jahren Kindergärtnerin ist. Ergänzend meinte sie: „Wenn ich jetzt meinen Job verliere, wo finde ich dann noch einen?“

Doch im konkreten Fall geht es nicht um die Arbeit in der Kita, über die sich viele Eltern lobend äußern. Im Februar 2014 war Schimmelbefall in der Einrichtung offiziell bekannt geworden, was die Sperrung des Obergeschosses nach sich zog. Da die VS laut Bürgermeister Michael Ankermann „innerhalb eines halben Jahres diesen gravierenden Mangel nicht abstellte“, erfolgte jetzt laut Erbbaupachtvertrag die fristgerechte Kündigung. „Bis Montag musste die Kündigung erfolgen, danach ginge es nicht mehr“, so Ankermann.

Zugleich arbeiten Stadt und NWM-Jugendamt längst parallel an Plan B. Laut Ankermann seien vom Jugendamt „fünf verschiedene größere Träger angeschrieben worden“. Vier sollen bekundet haben, dass sie es sich vorstellen könnten. Der Sozialausschuss will diese jetzt zeitnah besuchen und darüber auf einer Sitzung am 27. August öffentlich berichten. „Wahrscheinlich findet die Veranstaltung wieder in der Turnhalle statt“, so Ankermann. Die Eltern würden angeschrieben, um sie über den Stand zu informieren.

Landkreis-Pressesprecherin Petra Rappen erklärte dazu auf SVZ-Nachfrage: „Für die Kita ,Kinderland‘ der Volkssolidarität in Warin sind die vorhandenen Betreuungsplätze mit Betriebserlaubnis für die Häuser in Klein Labenz, der Kita selbst und dem Hort in der Grundschule Warin untersetzt. Eine Betreuung der Kinder kann damit sichergestellt werden.“

 

 

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