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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. September 2017 | 23:47 Uhr

Jesendorf : Wettstreit auch mit Spaßstationen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Jesendorf war perfekter Gastgeber für „Manöver Schneeflocke“ der Jugendfeuerwehren im Amt Neukloster-Warin.

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Lange und intensiv haben sich die Jugendwehren des Amtes Neukloster-Warin auf ihren traditionellen Wettstreit „Manöver Schneeflocke“ vorbereitet. Und voller Elan gingen am Sonnabendvormittag insgesamt 13 Mannschaften auf einen vier Kilometer langen Marsch.

In diesem Jahr zeigte sich die Freiwillige Feuerwehr (FFw) Jesendorf als perfekter Gastgeber und Ausrichter. Zu den üblichen Stationen, wie Wissenstest, Bockleiter bauen, Stiche und Knoten, Anleinen von Geräten, Erste Hilfe, Schlauchzielwerfen und Sauglängen kuppeln, hatten sich die Jesendorfer noch zwei Spaßstationen ausgedacht. Transport über den Bach oder besser Hangeln über einen fingierten Bach war die eine Station. Hier hatten die Stationsbetreuer ein Stahlseil über eine Kuhle zwischen zwei Bäumen befestigt. Dazu noch ein Halteseil darüber. Sechs Kinder und Jugendliche hatten nun gesichert auf dem „dünnen“ Stahlseil über die Kuhle zu laufen.

Ein wenig Mut war da schon gefragt und Gleichgewichtssinn. Aber beides hatten die jungen Kameraden. Von der Jugendwehr Glasin hangelte sich z. B. der erst siebenjährige Jannik völlig cool über den tiefen Grund. Und auch die Mädchen bewiesen sich dabei, wie Janniks Kameradin Vivien (10).

Puzzle hieß die andere Spaßstation. Dazu hatte Jesendorfs Jugendwart Arno Diederichs mit kurzen Schläuchen verschiedener Durchmesser, Kupplungen unterschiedlichster Größe, Saugkorb, Strahlrohr, Hebelanschlüsse etc. zusammengebaut und das Ergebnis abfotografiert. Die Kinder und Jugendlichen hatten nun die Aufgabe, auf Zeit anhand des Bildes die lose vor ihnen liegenden Teile zusammenzubauen. Hier waren Koordination und Teamarbeit gefragt. Klar, dass die Großen schneller die Situation erfassten und mit klaren Ansagen die Teile zusammensetzten. Züsow 1 brauchte nur 111 Sekunden, Neukloster 2 nur 121, die Kleinen, wie Warin 2, dagegen 422. Letztere waren dafür bei den Stichen und Knoten fast perfekt und schnell.

War zum Start des Wettstreits das Wetter zwar kühl und windig, doch leicht sonnig, machte es kurz vor Mittag dem „Manöver Schneeflocke“ noch alle Ehren, denn es fing an, leicht, wenn auch sehr nass zu schneien. Die Kinder machten sich nicht viel daraus, waren sie doch mit ihren Feuerwehrjacken perfekt ausgerüstet. Zudem gab es an der Halbzeitstation, dem Anleinen von Geräten, wo auch perfekte Knoten gefragt waren, heißen Tee.

Übrigens, was so eine Feuerwehrjacke alles ab- und auszuhalten vermag, dass zeigte sich auf der Erste-Hilfe-Station: Hier lagen zwei Stangen, zwei Feuerwehrjacken und eine Decke. Die Gruppe Warin 2 hatte nun die Aufgabe, eine Trage zusammenzubauen und einen Kameraden anschließend darauf zu legen und zehn Meter zu transportieren, als Funktionskontrolle sozusagen. Nach kurzem Disput untereinander, ob Decke oder Feuerwehrjacken, entschieden sich die Wariner für die Jacken. Fix wurden die Stöcke in die Ärmel gesteckt und die Jacken über Kreuz per Reißverschluss verbunden – fertig war die Trage. Sie hielt sogar den Kleinsten der Truppe.

Nach fast zwei Stunden wieder beim Gerätehaus angekommen, waren für die Wariner noch zwei Aufgaben zu erfüllen, der Wissenstest und das Schlauch-Zielwerfen, danach durften sie sich auf die wie immer leckere Kartoffelsuppe aus der Gulaschkanone der FFw Zurow stürzen.

Beim großen Abschlussappell wurden von Amtswehrführer Lars Krasemann und seinem Stellvertreter Rainer Müller die erreichten Punkte verlesen, Urkunden für jede Mannschaft vergeben, und jede Wehr erhielt noch von Ordnungsamtsleiterin Beate Bork einen schicken Wimpel. Als nächstes werden die Jugendwehren sich nun auf ihren Amtsausscheid im Sommer vorbereiten.

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