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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. Dezember 2017 | 07:24 Uhr

Diakoniewerk : Werkstätten knacken 100er-Marke

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Einrichtung des Diakoniewerks Kloster Dobbertin in Sternberg mit steigender Mitarbeiterzahl. Ein Dutzend seit Beginn 1993 dabei.

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 20:00 Uhr

Dreistellig ist die Mitarbeiterzahl in den zum Diakoniewerk Kloster Dobbertin gehörenden Sternberger Werkstätten am Rachower Moor. „Wir haben die glatte 100 erreicht, 98 Frauen und Männer im Arbeitsbereich und zwei im Berufsbildungsbereich“, betont Kerstin Schneppmüller vom sozialen Dienst in den Sternberger Werkstätten. Exakt ein Dutzend Menschen mit Behinderung sei seit dem Beginn am 1. April 1993 noch dabei.
Angefangen hatte es einmal mit 60 Plätzen.

Das Einzugsgebiet der Einrichtung reicht von Ventschow und Warin, Weitendorf bis Langen Jarchow bis hin nach Witzin und Goldberg. Zudem sind in Sternberg „auch Heimbewohner aus Wamckow und Dobbertin
tätig“. Für die Frauen und Männer in den Werkstätten gilt ein Arbeitnehmer ähnliches Rechtsverhältnis, somit fallen sie nicht unter das neue Mindestlohngesetz.


Für die Autoindustrie Silikonringe verpackt


Die Einrichtung am Rachower Moor begreift sich als „Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben“. Eigentlich sei man gehalten, so Schneppmüller, „Leute auf den ersten
Arbeitsmarkt zu vermitteln. Aber das erweist sich in der Praxis als sehr, sehr schwierig.“ Erst einmal, 2010, konnte einer in die freie Wirtschaft, den ersten Arbeitsmarkt wechseln. Aktuell gebe es
einen Außendienstplatz bei
einer Firma in Neukloster.

In Sternberg gibt es Gruppen mit Tischarbeitsplätzen – wo u.a. Silikonringe für die
Autoindustrie verpackt werden – sowie die Bereiche Service mit Hauswirtschafts- und Reinigungsarbeiten sowie die Garten- und Landschaftspflegegruppe. Letztere betreut viele Objekte – von Friedhöfen über die zur Diakonie gehörenden Heime in Wamckow und Bolz bis hin zum Famila-Einkaufscenter in Bützow.

Doch jetzt steht für die elf Mitarbeiter des Bereiches – wie seit 2007 bereits all die
Jahre – die Winterproduktion auf dem Programm. Am Rachower Moor werden dann u.a. Bienenrähmchen für Imker und Großhändler produziert. Auch diesmal dürfte man auf eine Stückzahl von ca. 7000 kommen. Verwendet werden dafür hauptsächlich Fichte, aber auch Birke und Esche. Zudem entstehen aber auch zum Beispiel Holzstiegen für Piccolo-Flaschen sowie 200 Aalkisten, in denen dann der Müritz-Aal verpackt wird, sowie Absteckpflöcke für Vermessungsunternehmen. Zusammen mit der Tischlerei werden übers Jahr 50 000 Weinkisten, unterschiedlich nach den jeweiligen Kundenwünschen, hergestellt.

In der Näherei, hier ist
Astrid Fehling die Gruppenleiterin, sind Anja Schneeberg, Doreen Schupeta, Manuela Schmoor und Uta Kroschewski gerade dabei, grüne Vliesbeutel anzufertigen. „Die werden später mit Granulat zum Luftentfeuchten befüllt“, erläutert Fehling. In ihrem Bereich werden aber auch „Anhänger für ein Modelabel, Handytaschen und Teichmatten“ gefertigt.

Übrigens: Mit Uta Kroschewski haben einige Sternberger schon anderenorts Bekanntschaft gemacht. Am Mecklenburgring 32, wo auch die Tagesstätte „Lichtblick“ der Diakonie ihren Sitz hat, öffnet sie an zwei Tagen der Woche – dienstags und donnerstags von 9 bis 16 Uhr – das An- und Verkauf-Lädchen für Baby- und Kinderbekleidung.

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