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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

13. Dezember 2017 | 06:34 Uhr

Brüel : Werkschau: Stein trifft Farbe

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Christoph von Fircks und Jürgen Buchholz laden zur Eröffnung ihrer gemeinsamen Ausstellung im Brüeler Bürgerhaus ein.

svz.de von
erstellt am 07.Sep.2014 | 19:18 Uhr

Vom harten Bauwesen in die Kunst. Das ist ein Lebenswandel, der im ersten Moment mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet, doch für die ehemaligen Arbeitskollegen Christoph von Fircks und Jürgen Buchholz war es der richtige Weg. Denn die beiden Pensionäre haben ihre neue Berufung in der Kunst gefunden.

Der gelernte Geophysiker Christoph von Fircks hatte schon in seinem Beruf als Betontechnologe viel mit dem Element Gestein zu tun. Kein Wunder also, dass er, seit er mit 65 angefangen hat, sich der Kunst zu widmen, auch in seinen Werken auf Steine zurückgreift. Er sucht sich gezielt Findlinge, in die er dann kopf-ähnliche Skulpturen meißelt. Dabei bringt der Wariner ungeahnte Qualitäten des Materials zum Vorschein. Das Innere zeigt, was die Witterung von Außen verändert, geprägt oder gar zerstört hat. Und einem Geophysiker offenbaren diese Strukturen natürlich einiges mehr über die Geschichte des Materials als dem Betrachter. Trotzdem erzählt jedes Werk - jeder Kopf - seine eigene Geschichte.

Mitaussteller Jürgen Buchholz hat sich seinen Traum von der Malerei bereits mit 55 Jahren verwirklicht. Der gelernte Baunigenieur war von Fircks’ Vorgesetzter und schon von Kindheit auf an der Kunst interessiert. Doch den tatsächlichen Sprung zum Künstlerdasein wagte er nicht. Seinen Mitarbeitern versprach er aber schon früh: „Wenn ich 55 werde, gehe ich und erfinde mich neu. Dann mache ich das, was ich mich nie getraut habe.“ So recht glauben wollte das keiner, doch Buchholz stand zu seinem Wort und beschäftigt sich seitdem intensiv mit seiner großen Leidenschaft, der Malerei. Das Besondere an den Arbeiten des gebürtigen Magdeburgers ist, wie er sagt, die Suche nach Farbklängen. Er versucht eben, das in Farbe auszudrücken, was er empfindet, und setzt in seinen Arbeiten zusätzlich den Besonderheiten der Mecklenburgischen Landschaft ein Denkmal. Ein wiederkehrendes Element ist daher beispielsweise der Kranich. Einem festen Stil will sich Buchholz dabei jedoch nicht unterordnen, da er es liebt zu experimentieren und sich in seiner Kreativität nicht einschränken möchte. So kommt es, dass er jedes seiner ausgestellten Werke als sein Liebstes bezeichnen würde.

Zur großen Eröffnung der Doppelausstellung lädt dann das Bürgerhaus in Brüel am Freitag, den 12. September. Um 18 Uhr startet die Vernissage, die musikalisch durch den Jazzklarinettisten Theo Jörgensmann begleitet wird. Er gehört zur zweiten Generation der europäischen Improvisationsmusiker und gilt als herausragender Solist auf seinem Instrument. Natürlich sind auch die beiden Künstler selbst vor Ort und für Fragen, Interpretationen und Gespräche offen.


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