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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 06:52 Uhr

Warin : Wenn Politik auf Volksfest trifft

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Besondere Maifeier in Warin : Die vier Bürgermeisterkandidaten mit kurzen Wahlkampfreden und ein buntes Programm der Vereine und Verbände.

von
erstellt am 01.Mai.2014 | 17:57 Uhr

Warin und der 1. Mai – das hat was Einmaliges in der Region. Nicht nur, dass man seit Jahren offenbar einen Pakt mit dem Wettergott hat. Zur guten Tradition ist geworden, dass hier in Wahlkampfzeiten Politik auf Volk(sfest) trifft.

So warben gestern die vier Wariner Bürgermeisterkandidaten während der Maifeier auf dem Sportplatzgelände „Am Glammsee“ in 5- bis maximal 7-Minuten-Reden für sich. Die Reihenfolge wurde ausgelost. Die Nr. 1 zog Hans-Peter Gossel von der Wählervereinigung Für Warin. Er verwies darauf, dass die Weichen fürs aktuell entstehende neue Wohngebiet am Großen Wariner See „bereits vor zehn Jahren gestellt worden sind“. Zudem kritisierte er u.a. den neuen NWM-Nahverkehrsplan, wonach u.a. „die Buslinie Wismar – Sternberg zur Nebenstrecke werden soll“. Ferner gebe es im Konzept „keinen Plan für Radwege. Für viele ist das ein Schlag ins Gesicht.“

Andreas Spriewald (Die Linke) forderte eine „mehr sachorientierte und parteiübergreifende Politik“ in der Stadt und nicht die Ablehnung von Anträgen, „nur weil sie von den Linken kommen“. Zudem sieht er die Ortsteile „etwas vernachlässigt“. Christian Mews (SPD), der als einziger des Quartetts erstmals den Hut in den (Bürgermeister-)Ring wirft, erklärte scharfzüngig: „Warin hat in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität verloren!“ – und verwies auf „das lieblose Stadtzentrum“. Für den Fall seiner Wahl versprach er „mehr Bürgernähe“. Amtsinhaber Michael Ankermann (CDU) konterte als Schluss-Wahlredner, fand es „unerträglich, wenn Kandidaten die Stadt schlechtreden“. Die Stadtplanung vollziehe sich in Haushalten „und dabei haben alle mitgestimmt“. Er wolle in Warin „nochmals fünf Jahre Vollgas geben. Es gibt weiter unheimlich viel zu tun.“

Zwischen Eis, Bratwurst und Bier wurde danach auch aber nicht nur über Politik gesprochen. Unter anderem waren sechs der sieben NWM-Landratskandidaten anwesend.

Die Warinerin Bettina Beilfuß freute sich über den Auftritt ihrer Zwillinge Anni und Paul (31/2) beim Programm der Kita „Kinderland“. Dann ging es zur Hüpfburg, „aber vorher musste es als Erstes zu den Luftballons, so die 33-Jährige, die sich am Stand des Angelvereins  „Petri Heil“ mit zwei Fischbouletten als Mittagsmahl versorgte. Die Wariner Tafel war mit Pilzpfanne und Bier vertreten. Bei der Tombola des Schulvereins gewann jedes Los und bei einem Wariner Fest durften natürlich auch nicht „De Sandhaas Dancer“ fehlen.

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